LED - das Licht der Zukunft

Wie kann ich Energie sparen? Möglichkeiten, Ideen, Tipps ...

Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Beyenburgerin » Mo 12. Okt 2009, 20:14

...übrigens...was werden die Energieversorger wohl sagen, wenn, nach und nach, eine Vielzahl von Lampen
mit eimen cos phi von 0,18 zum Einsatz kämen...


Keine Ahnung, lach, diese Diskussion geht sowieso über meinen Horizont. Mit nur zwei Jahren Physikunterricht im Gymnasium, gekürzt wegen Lehrermangels, kann ich hier sowieso nicht mitreden, sind für mich böhmische Dörfer.
Das Energie-Messgerät hatte bei der LED-Lampe 2 Watt ergeben. Also können die errechneten 2,77 Watt durchaus stimmen.

220V LED Lampen


Wo gibt es denn noch so eine niedrige Netzspannung?
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Luke » Mo 12. Okt 2009, 20:55

Beyenburgerin hat geschrieben:Das Energie-Messgerät hatte bei der LED-Lampe 2 Watt ergeben. Also können die errechneten 2,77 Watt durchaus stimmen.


...ok...wenn das Energie-Messgerät das auch anzeigt, wird's wohl stimmen...
...dann passt der cos phi (woher stammt der eigentlich?) vermutlich auch...und der gemessene Strom ....naja...

Beyenburgerin hat geschrieben:
220V LED Lampen


Wo gibt es denn noch so eine niedrige Netzspannung?


...ja, die gibt's heute wirklich nicht mehr :oops: ...und damals die LED's noch nicht...

sorry!

:luke:
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Don Carlos » Mo 12. Okt 2009, 22:20

Hüstel... Bild

Nur mal so am Rande angemerkt:
Erstmal sind LED keine „Energiesparlampen“ im Sinne der Definition. Bild

Nach dem ich mal einen solchen „Kühlkopf“ in der Hand hatte, stand für mich fest:
Mehr als 50 Watt Verlustleistung.
Licht kaum der Rede wert.

Und ganz so einfach ist es nicht.
Nüchtern betrachtet wird wohl die gewählte Messmethode nicht so sehr geeignet sein.

Aber hier mal ein Erklärungsversuch für Sekretärinnen und Hausmeister und andere:

Da wir hier wegen des Schaltnetzteiles von nichtlinearen Lasten ausgehen müssen, ist der cos phi relativ uninteressant. Er ist zunächst nur für lineare Lasten definiert und lässt sich hier nicht ohne weiteres verwenden. Es sei denn, es findet sich ein Gebilde, was sich mit Blick auf den Sockel der LED-Leuchte wie ein Widerstand beschreiben lässt.
Da das nicht so einfach geht, ist für eine LED mit VSG (Vorschaltgerät) die Angabe cos phi - mit Verlaub -unsinnig.
Brauchbar ist hier eher das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung also der Leistungsfaktor.

Nun hat so eine LED ein Schaltnetzteil als VSG vor die Anschlüsse gesetzt bekommen, um eine Leuchte zu werden.

Ein Schaltnetzteil? Na gut, in gaaaanz weitem Sinne und nach der Grundidee schon.
Wollen wir es also mal so nennen.
Schaunmer mal…

Wegen der Ein/Aus-Schaltvorgänge des VSG ergibt sich ein rechteckförmiger Stromverlauf mit vielen Oberwellen in einer speziellen mathematischen Reihe (Fourier). Vereinfacht betrachtet tragen nur die „Stromschnipsel“ zur Wirkleistung bei, die in Phase zur Netzspannung sind. D.h. es ist entweder ein Cosinus mit der Netzfrequenz oder ein Sinus mit Netzfrequenz, natürlich mit einem Koeffizienten vor der jeweiligen Oberschwingung.
Das kann man messen. Nur muss man ein geeignetes Meßgerät verwenden, sonst kann ein wichtiger Teil dieser Oberschwingungen fehlen und das Ergebnis ist falsch! Da ist Luke schon mal am Kern.

Wenn diese Stromschnipsel mit der Netzspannung multipliziert werden, haben wir die Bestandteile des Stroms, die die LED zum Leuchten bringen = Wirkleistung.
Es entstehen daneben auch ganze Reihe von Oberschwingungen, die zum Wirkanteil (zum Licht) garnix beitragen. Auch die Ansteuerschaltung bewirkt außerdem eine Phasenverschiebung der Grundschwingung durch ihre bloße Existenz. Nun kriegt man diese Leistung nicht ohne weiteres zu sehen. Da sind wir blind = Blindleistung.

Wirkleistung und Blindleistung kriegen wir ganz selten einzeln. Höchstens, wenn Blond nicht da ist, oder Würg.
Aber alle diese Faktoren zusammen sind miteinander verknüpft und zeigen nach außen ihr scheinbares Aussehen.
Und das sieht gut aus, wie jede Scheinleistung - wie bei einem frischgezapften Bier – Blume und Hopfensaft gibt’s nicht einzeln. Aber nur aus Letzterem ergibt sich die Wirkung.

Leistungen.jpg


Summasummarum lässt sich dieser ganze Wust nicht ohne weiteres bestimmen.
Es sei denn, man könnte mal eben so einen 5.000 Euro-Analyzer bei örtlichen Versorger ausborgen und nachgucken, was da in dieser Schaltung so passiert.
Oder man kauft sich einen (ungeeichten) Stromzähler (beim Conrad für knapp unter 50 Euro) und klemmt dort mal eine Handvoll solcher Leuchten für ein paar Nächte an.

Nur was Conrad zählt kostet am Ende.
Gruß D.C. Bild
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon welfenstrom » Mo 12. Okt 2009, 23:28

Huaaaaahhh!!! :rofl: Brüllendes Gelächter - herrrrrrlich! Meine Güte, bei der Definition bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Ehrlich DC: Mit dieser Zeichnung hast Du Dich selbst übertroffen ...!!!!
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Luke » Di 13. Okt 2009, 06:54

...excellent...DC... :wine1:
...ich glaube jetzt ist alles verständlich...
...auch meine Vorliebe für Dornfelder...
...Vorteil: Blindleistungsanteil vernachlässigbar...

...der cos phi ist allerdings für die Eckkneipe geeignet...
...schönen Tag!

:luke:
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Don Carlos » Di 13. Okt 2009, 08:50

welfenstrom hat geschrieben:... Ehrlich DC: Mit dieser Zeichnung hast Du Dich selbst übertroffen ...!!!!


Nee nee WS, die Zeichnung ist nicht von mir. Bild


Die ist aus meiner Sammlung.
Quelle wahrscheinlich ein "Fachbuch"...
... oder aus dem Netz geklaut oder was weiß ich...

Man wird eben alt und vergesslich...

:? Nunja.

D.C.
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Don Carlos » Di 31. Aug 2010, 23:28

Wer hätte schon gedacht, dass die schleichende Exsikkose und Kachexie der Glühlampe noch solche Innovationen hervorbringt!

Aber der Reihe nach.

Morgen wird die nächste Stufe der Verkaufsförderung von Energiesparlampen gezündet.

Dass die Glühlampe als Lichtbringer mittelfristig das Zeitliche segnen wird, ist nun wohl kaum zu verhindern. Nach dem Verbot der 100-Watt-Birnen vor einem Jahr kommt jetzt vom 1. September an das Aus für die Glühlampen mit 75 Watt Leistung innerhalb der Europäischen Union. Damit tritt die zweite Stufe des Glühlampenausstiegs in Kraft. Dann dürfen keine neuen 75-Watt-Glühlampen mehr in den Handel gebracht werden. Im Jahresabstand werden noch die 60-Watt- sowie schließlich die 40-und 25-Watt-Birnen vom Markt genommen. Ziel des Fünf-Jahr-Planes, der in der Öko Design-Richtlinie der EU steht, ist ein geringerer Stromverbrauch und damit weniger Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in die Umwelt.
Nagut beim Stromverbrauchsziel gehe ich mit, bei der Umweltbelastung der neumodischen Teile habe ich eine völlig konträre Meinung, seitdem die planwirtschaftlichen Ansätze der Politik den technischen Fortschritt überholt haben noch bevor die marktwirtschaftlichen Zwänge dies gesetzmäßig und von selber durchsetzen. Mir persönlich reicht der hellgleißende Fleck unter der LED nicht zu - das ist zwar inzwischen eine Menge Licht aber keine Beleuchtung.
Eigentlich Schade.
Das es bei Passivhäusern zu Problemen in der Wärmebilanz gekommen ist, weil mehrere Glühlampen fehlen, wird nur gerüchteweise berichtet. Aber deren Stromrechnung soll letztes Jahr trotz eingesetzter LED höher gewesen sein. Eigentlich sollte sich das Fehlen der alten Lichtbringer genau anders herum auswirken...

Es gibt auch eine ganze Reihe von Mitbürgern, die auf LED umgestellt haben, obwohl es die richtig guten, die auch in eine E27 reinpassen für ordentliches Geld im Massenmarkt noch nicht gibt.

Andere haben die eine odere andere Pallette mit diesen unzeitgemäßen, billigen Glasbirnen sehr vorausschauend eingebunkert.
Dabei war das eigentlich nicht nötig, denn es gibt inzwischen Abhilfe.
Auch die Karnickel-, Zicklein-, Welpen-, Pflanzen- und andere Züchter werden endlich aufatmen können, denn für sie stellte sich das Glühlampenverbot als ein echtes Problem dar. Auch lässt sich nicht verheimlichen, dass man bei einem vorsichtigen Blick auf den Kalender oder auch nach draußen wahrnehmen kann, dass es mit riesen Schritten auf den nächsten Winter zu geht.
Da kommt die Hilfe gerade zur rechten Zeit.

Man kriegt nämlich jetzt ähnliche Produkte zu kaufen, die praktisch den gleichen Aufbau haben und so aussehen, wie die gute alte Glühbirne.
Und sie passen in die gleiche Fassung!


ABER ES SIND KEINE!

In der neuen Funktion heißen sie "warm pear" und sind mit dem Handelsnamen "Heatball®" im Internethandel für wenig Geld zu bekommen.
Und sie erfüllen einen sehr sinnvollen Zweck:

Hier ist zum Beispiel dieses Teil zu bekommen: http://heatball.de/index.php

Was ist Heatball®:
(von deren Hompage)
... Ein Heatball ist ein elektrischer Widerstand, der zum Heizen gedacht ist. Heatball ist Aktionskunst! ...

Dass ein Heatball keine Lampe ist, ergibt sich aus der Begriffsbestimmung in der EU-Verordnung. Dort heißt es:

"Lampe" bezeichnet eine Einrichtung zur Erzeugung von (in der Regel sichtbarem) Licht; darin eingeschlossen sind alle zusätzlichen Einrichtungen für ihre Zündung, Stromversorgung und Stabilisierung oder für die Verteilung, Filterung oder Umwandlung des Lichts, sofern diese Einrichtungen nicht entfernt werden können, ohne dass die Einheit dauerhaft beschädigt wird.
...



Der Heizwirkungsgrad des Heatball® beträgt erstaunliche 95%. Leider wird der Rest von 5 % in Lichtquanten umgewandelt, der gut und gerne das Licht von Energiesparlampen ergänzen, wenn nicht sogar ersetzen kann. Insoweit liegt hier eine nicht ohne weiteres überbietbare Energieeffizienz des Heatball® vor.
A+++ wäre angebracht. Dazu hat sich die Kommission aber noch nicht durchgerungen. Deren Entscheidungsgrundlagen sind demokratischer Kontrolle entzogen. Das scheint auch der Grund, warum trotz EU-Konformität des Heatballs® noch kein EU-Energielabel vergeben wurde.

Und das Beste: Von jedem gekauften Heatball® werden € 0,30 in das Regenwaldprojekt des WWF für Borneo!
Vergleichbares habe ich weder bei LED, noch bei Energiesparlampen vernehmen können.

Noch etwas: Wer beabsichtigt, den Heizwirkungsgrad weiter zu erhöhen auf AAA+++, sollte sich für Manufactum Kohlefadenlampe interessieren. Hat allerdings einen gepfefferten Preis, dafür ist es ein Produkt mit minimalen Umwandlungsverlusten.

Gruß D.C.

P.S.
Gleich kommt da einer der aufstöhnen wird: Oh welche Energieverschwendung!!!
Nun, was ist schon Verschwendung? Ich denke, der Bezugspunkt ist die Nutzung.
Und das ist noch sehr kurzsichtig und wenig umfassend betrachtet. Leider hört eh nur jeder das, was er versteht.
... Heatball ist Widerstand gegen Verordnungen, die jenseits aller demokratischen und parlamentarischen Abläufe in Kraft treten und Bürger entmündigen. Heatball ist auch ein Widerstand gegen die Unverhältnismäßigkeit von Maßnahmen zum Schutze unserer Umwelt...
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Beyenburgerin » Mi 1. Sep 2010, 13:15

Heatball, die Auferstehung eines Produkts aus den 50er Jahren!!!!

Solange die Mitmenschen nicht lernen, kaputte Energiesparlampen richitg zu entsorgen, sind sie aus ökologischen Gründen keine Alternative zur Glühbirne. So gelangt zu viel Quecksilber in die Umwelt. Bei uns gibt es Glühbirnen schon seit vielen Jahren nur im Kühlschrank und im Backofen. Ich hoffe, dass es bis 2016 gute Alternativen zur Halogenbirne gibt. Sonst würde ich für einzelne Lampen möglicherweise auch horten.

Es gibt LEDs, bei denen man sich die Farbe vorwählen kann, z.B. hier http://moree.de/rgb_leuchtmittel.html#sec02 Oder von selbigem Hersteller auch Leuchtmöbel, um ein angenehmes Licht zu erzeugen http://moree.de/Produkte.html . Da sind aber noch einige mit Glühbirnentechnologie.

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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon intrihl » Mo 29. Aug 2011, 10:12

Ja dei LED Lampen von Moree finde ich auch super, die haben auch echt ein fantastisches Design,
die kann ich nur empfehlen

edit rainbow: Link entfernt
intrihl
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Re: LED - das Licht der Zukunft

Beitragvon Beyenburgerin » So 4. Sep 2011, 20:23

Intrihl, die LED Lampen mögen ja gut aussehen. Gehört dir der Laden etwa? Die Firma selber ist doch äußerst fragwürdig. Das sind als Arbeitgeber echte Blutsauger, wie in vorkapitalistischen Zeiten. Die suchen Elektroniker die gleichzeitig Lagerwirtschaft, Einkauf der Komponenten, Monate, Endkontrolle etc. machen müssen und sind nicht mal bereit, den Mindestlohn in der Elektrobranche zu zahlen. Deshalb läuft die Produktion mit billigeren Studenten, die sich etwas dazu verdienen wollen. Dadurch gibt es ständig wechselndes Personal. Welche Auswirkungen das auf die Qualität hat, erklärt sich ja wohl von selber. Gutes Design, aber solche Firmen sollte man nicht unterstützen, solange sie sich nicht an geltende Tarifverträge halten und ihre Mitarbeiter eher wie Sklaven entlohnen.

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