Neue PV Anlage fliegennopet

Alles rund ums Thema Planung

Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Mo 30. Dez 2013, 12:19

Hallo zusammen, insbesondere die Profis aus dem Forum.
Wie ich schon in meiner Vorstellung schrieb, beschäftige ich mich seit ca einem halben Jahr mit PV.
Ich stelle mal einige Daten ins Forum sodaß Ihr mir Eure Meinungen mitteilen könnt.
Zur Zeit liegen mir drei Angebote vor. Ich nehme mal die Daten aus dem Angebot, welches ich bevorzuge.
Geplant ist die Anlage mit der 70% Regelung, es steht der Eigenbedarf im Vordergrund.
Module: Jinko Solar JKM-200M-72
Anzahl: 40
Wechselrichter: SMA Tripower 8000 TL-10
Gestell: Würth Zebra
Leistung der Anlage: 8,00 kWp (hier hat der Solateur allerdings schon nachgebessert, da es die Module nicht mehr mit dieser Leistung gibt, es werden Module mit höhere Leistung verwendet. (Muss ich nochmal genau nachschauen)
Dach: Satteldach, 45°, Pfanne
Abstand vom Ortgang auf beiden Seiten 0,65m, vom First 0,71m, von Dachrinne 0,24m
Baukosten 1561€/kWp

Soweit erst einmal.
Ich versuche jetzt noch ein Bild vom Dach hochzuladen. :D

Gruß Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon welfenstrom » Mo 30. Dez 2013, 15:27

Hallo Norbert,

erst einmal herzlich willkomen. Wir werden Dir gerne helfen. Zunächst einmal brauchen wir aber:

- die exakten Maße Deines Daches
- falls vorhanden, die exakte lage eines eingelassenen Dachfensters, Schornsteins, einer SAT-Schüssel etc.
- die Ausrichtung Deines Daches (wohin zeigt die Achse, die in einem Winkel von 90° rechtwinklig von Deinem Dach nach vorne zeigt?)
- die Neigung Deines Daches in Grad

Nur dann können wir Dir sagen, wie gut Deine Angebote wirklich sind. Ein Rat vorweg: Das Billigste ist manchmal das Teuerste, d.h. wenn Du das billigste Angebot nimmst, bekommst Du auch die billigsten Komponenten und die billigste Montage. Das kann manchmal teuer werden, wenn dann nachgebessert werden muss oder etwas Defektes kaum oder gar nicht mehr ersetzt werden kann.
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon welfenstrom » Mo 30. Dez 2013, 17:57

Ich habe mir mal kurz die Jinko Module angeschaut. Jinko sind Chinesen aus der zweiten Reihe. Da gibt es wesentlich bessere, wenn's denn unbedingt Chinascheiben sein sollen. Der Rahmen des von Dir genannten Moduls sollen zwar den 5400 Pa-Test überstehen, aber bei gerade mal 35 mm Rahmenstärke wäre ich eher skeptisch, was deren Stabilität angeht.

Warum muss es immer das billigste Zeug sein? Auch wenn PV-Anlagen heute nicht mehr so exorbitant teuer sind, wie noch in 2005 bis 2008, bezahlst Du doch noch locker zwischen 10.000 und 15.000 Euro für eine so eine Anlage, wie Du sie aufs Dach setzen möchtest. Das ist immer noch viel Geld und ich würde mir schon Qualitätsprodukte aussuchen wollen und nicht einfach das Billigste aufs Dach werfen. Frag Deinen Solarteur mal, ob er Dir Module anbieten kann, die qualitativ etwas besser sind...

Ich selbst stehe immer noch auf dem Standpunkt, dass man versuchen sollte, die heimische Wirtschaft zu stärken - u.a. deshalb, weil man bei Problemen einen Ansprechpartner vor Ort hat. Wenn die unmittelbare Produkthaftung ausgelaufen ist - wo willst Du dann Gewährleistungsansprüche für Jinko-Module durchsetzen? Beim Importeur? Oder in China? Viel Vergnügen dabei! Zudem gibt es hier immer noch ein paar Hersteller, die wirklich top Module herstellen, allen voran Aleo-Solar, aber auch SolarWatt oder Bosch und noch ein paar andere. Die wären meine persönliche erste Wahl.

Weil die Kunden heute meist nach Geiz-ist-geil-Manier kaufen, bieten die Solarteure fast nur noch billige Chinascheiben in Verbindung mit einem billig-Wechselrichter und einem einlagigen Untergestell an, damit der Preis ja nur weit genug im Keller liegt. Die Montage besorgen dann ein paar angebrütete Hiwis aus Osteuropa, die das Ganze für 'n Appel und ein Ei besorgen. Das kann's in meinen Augen nicht sein. Wenn Du etwas Vernünftiges haben willst, dann musst Du Deinem Solarteur schon sagen, dass er etwas Brauchbares zusammenstellen soll, ohne nur auf den Preis zu schauen.

Das im Angebot angegebene Untergestell sagt übrigens gar nichts, da Würth Zebra viele verschiedene Modelle vom einfachen Klemmsystem bis hin zum Einlegesystem umfasst.

Der Wechselrichter von SMA ist übrigens völlig ok. Die Auslegung habe ich mir damit aber noch nicht angesehen, weil Du ja geschrieben hast, dass da noch andere Module zum Einsatz kommen sollen.

Bei der 70%-Regelung musst Du noch angeben, ob Du die harte oder die weiche 70%-Regelung meinst, da das die Auswahl des Wechselrichters beeinflusst.
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon BOBO » Mo 30. Dez 2013, 21:01

Jetzt spiel ich mal den Lehmann.

Stell doch am besten ein Bild von deinem Dach hier ein.

Ich gebe zu, dass ich mit den heutigen Modullherstellern nicht mehr ganz auf dem laufenden bin. Aber diese ganzen exotischen Namen hat man vor 3 Jahren noch nicht gehört. Das muss jetzt nicht heißen, dass die Dinger schlecht sind.
Aber zum Vergleich mit Autos. Wer kauft sich einen Maruti oder SSANGYONG, wenn er für das gleiche Geld einen Hyundai oder Mitsubishi haben kann?

Gruß

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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Di 31. Dez 2013, 17:26

Hallo zusammen,
danke schon mal vorab für Eure Infos.
Zunächst einmal zur Info für Euch, das Angebot welches ich fovorisiere ist das teuerste, welches mir vorliegt.
Warum ich es favorisiere? Weil der Solateur sich meiner Meinung nach die meiste Arbeit und mir die besten Erklärungen gegeben hat. Auch seine schriftliche Ausführung ist die Umfangreichste. Nun ja, dafür bin ich ja jetzt hier bei Euch. :mrgreen:

Anbei das versprochene Bild vom Dach. Gedeckt ist das Dach mit Braas Frankfurter Pfanne doppel S.
Dachfläche (Angabe des Solarteurs) 9,6m x 7.7m.
Ausrichtung 191°
Dachneigung 45°

Allen Akteuren einen guten Rutsch ins neue Jahr :wine1: :beer:

Gruß Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Di 31. Dez 2013, 17:48

Ich noch mal,

@welfenstrom
bei dem Würth Montagesystem kann ich für die Schrägdachbefestigung für PV Anlagen nur eins auf deren Homepage finden. So wie es da dargestellt ist, ist es mir auch Angeboten.
Bei der 70% Regelung kann ich dir im Moment nicht so richtig folgen :oops:
Mit der Regelung hart / weich steh ich grad auf'm Schlauch. :shock:


@all
bei den Modulen sollen wohl Kosten/Nutzen bzw. Leistung passend für die Anlage sein.

Ich werde mal die Eckdaten zweier anderer Anbieter einstellen.

Gruß Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Mi 1. Jan 2014, 13:09

Hallo Forum.

hier mal die Eckdaten des zweiten Angebotes.

Gruß Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Sa 4. Jan 2014, 09:17

Huhu Leute.....
gibts keine Meinungen/Vorschläge mehr? :shock:

@welfenstrom
bei der 70% Regelung favorisiere ich die "weiche".
bei den Anfragen zu Angeboten habe ich keine Vorgaben gemacht. Ich musste/wollte mich erst einmal orientieren. Mein Wissen ist einfach nicht ausreichend. Es ist für mich ein Anfang in die PV. Wichtig ist zu wissen, ob es für mein Dach überhaupt umzusetzen ist.


@all
Vielleicht gibt es hier im Forum Leute, die PV Anlagen planen und bauen.
Wenn jemand dabei ist, der in 52511 eine solche Anlage umsetzen kann, dann immer her mit Euren Angeboten.
Es ist noch alles offen. :ohno:

Gruß
Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon lehmann28 » Sa 4. Jan 2014, 12:48

fliegennopet hat geschrieben:Huhu Leute.....
gibts keine Meinungen/Vorschläge mehr? :shock:


Hallo Norbert.

Sagen wir mal Du würdest 8kWp auf das Dach bekommen. Ein kWp-Anlagenleistung bringt ungefähr 850kWh pro Jahr an Ertrag. Das wären also bei Deiner geplanten PV-Anlage:

8kWp x 850kWh = 6800kWh

Für die kWh bekommst Du seit dem 01.Januar 2014 eine Vergütung von 13,68 Cent pro kWh. Das wären somit pro Jahr:

6800kWh x 13,68 Cent/kWh = 930,24 €

Nehmen wir jetzt einmal an, daß die PV-Anlage für 1561,-€/KWp aufgebaut wird. Somit insgesamt 12488,-€. Also hätten wir zunächst eine Amortisation von grob gerechnet:

12488,-€ : 930,24€ = 13,4 Jahre

Die 13,4 Jahre kann man ersteinmal als grobe Richtung ansehen. Wenn man sich das Projekt aber genauer vornimmt, kommen noch einige andere Punkte hinzu die man in Betracht ziehen sollte.

- Wird ein Datenlogger mitgeliefert?
- Wie sieht die derzeitige Hauptverteilung/Zählerschrank aus?
- Ist die komplette Inbetriebnahme der PV-Anlage enthalten?
- Welche Eigenstromverbauchanteil wurde in der Wirtschaftlichkeitsberechnung angesetzt?
- Wie soll das Projekt finanziert werden?
- usw. ... ?

Es gibt also noch viele Punkte die geklärt werden müßten. Schon alleine wenn man die Finanzierungszinsen und den Eigenverbauchanteil mit einrechnet, ändert sich das Ergebnis direkt um 1,5 Jahre nach oben bzw. unten. Nur mal so als Beispiel.

Der Tom 8-)
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon fliegennopet » Sa 4. Jan 2014, 14:19

Hallo Tom,
danke für deine Analyse.

Also, die Hauptverteilung/Zählerschrank ist i.O. und bedarf keiner Erneuerung. Inbetriebnahme ist bei allen Angeboten mit drin. Datenlogger wurde mir von niemanden mit angeboten. Da werde ich nochmal nachhaken müssen.
Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung hatten alle Anbieter folgende Vorgaben:
Eigenbedarf pro Jahr 3000 kWh
Vollfinanzierung.

Gruß
Norbert
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon Rabe » Sa 4. Jan 2014, 14:35

fliegennopet hat geschrieben:Vollfinanzierung.

je nach Zinssatz + Laufzeit & wie tom schon geschrieben hat gehen hier 1 .. 2 Jahreserträge drauf
für VNB-Kosten, Versicherung, Rücklagen für WR-Tausch, ... gehen hier bestimmt auch nochmal 20 .. 30 € pro kWp p.a. drauf
für den DV würde ich mit 100 .. 200 € zu Deinen Gunsten p.a. kalkulieren
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon lehmann28 » Sa 4. Jan 2014, 15:07

fliegennopet hat geschrieben:Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung hatten alle Anbieter folgende Vorgaben:
Eigenbedarf pro Jahr 3000 kWh


Eigenbedarf pro Jahr von 3000kWh (2 Personen mit je 1500kWh) ist ja ganz nett, aber das sagt ja nichts aus zum Eigenverbrauchsanteil.
____________________________________________________________________________________________________________________

Wenn wir jetzt einfach mal annehmen, daß ein dauerhafter Verbrauch (Heizungssteuerung, DSL-Router, Kühlschrank, Sprechanlage,...etc.) von ca. 300W pro Std. besteht und wir im Jahresdurchschnitt davon jeden Tag 8 Std. nutzen können. Dann sind dieses:

0,3 kW x 8 Std x 365 Tage = 876kWh

Jetzt schauen wir mal, wieviel es bringt die 876kWh direkt einzuspeisen oder doch lieber selber zu verbrauchen.

876kWh x 13,68 Cent/kWh = 119,84 €

876kWh x 27,00 Cent/kWh = 236,52 €

Gewinn = 236,52 € - 119,84 € = 116,68 €
____________________________________________________________________________________________________________________

In zwanzig Jahren macht das somit zur Zeit ein Plus von ca. 2300,-€ aus. Wobei ich jetzt nur einen Anteil von ca. 10-15% angesetzt habe. Es weiß ja bisher niemand, ob die zwei Personen tagsüber zuhause sind oder beide berufstätig sind und somit keine elektrischen Verbraucher (Waschmaschine, Kaffemaschine, Bügeleisen, Spülmaschine,... etc. ) genutzt werden können. Dann könnte man sicher 20-30% Eigenverbrauch erreichen.

Der Tom 8-)
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon welfenstrom » Sa 4. Jan 2014, 15:50

Zunächst einmal zu den Befestigungssystemen der Firma Würth: Hier kannst Du die entsprechende Broschüre finden, die Dir sämtliche Zebra-Systeme zeigt http://www.wuerth.de/web/media/download ... system.pdf . Wie ich bereits geschrieben habe: Da gibt es von einlagigen Klemmsystemen bis zu Einlegesystemen alles, was Du willst. Du musst nun mal sagen, welches der Systeme Dein Solarteur vorgesehen hat.

Für Dein großes Dach würde ich unbedingt ein zweilagiges Einlegesystem wählen. Das kann u.U. eine Kleinigkeit teurer sein, ist das Geld aber wert. Kreuzschienenmontage (zweilagiges System) hat eine ganze Reihe wesentlicher Vorteile gegenüber der Montage auf einfachen Längsschienen (einlagiges System), besonders dann, wenn das Kreuzschienensystem als Einlegesystem ausgeführt wird:

* Bei der Montage der Module an einfachen Längsschienen müssen die Module geklemmt werden, was bei temperaturbedingten Längenänderungen aller beteiligten Bauteile zu Spannungen führen kann. Bei Kreuzschienenmontage mit Einlegesystemen werden die Module dagegen vollkommen spannungsfrei gehalten.

* Eine Kreuzschienenmontage ermöglicht einen wesentlich bessen Ausgleich der fast immer vorhandenen Unebenheiten des Daches. Bei einfacher Montage an Längsschienen werden diese Unebenheiten zwangsweise an die Module weitergegeben, die dadurch unweigerlich ebenfalls Spannungen ausgesetzt werden.

* Bei einer Kreuzschienenmontage wird die Dachlast wesentlich gleichmäßiger auf das Dach übertragen, als bei einer einfachen Montage.

* Die Hinterlüftung der Anlage ist bei Kreuzschienenmontage besser als bei einer Montage auf einem einfachen Schienensystem, da der Abstand zur Dachhaut größer ist und der Kamineffekt die heiße Luft unter den Modulen besser abführen kann. Kühlere Module bei der Kreuzschienenmontage bedeuten aber immer auch einen höheren Ertrag.

* Besonders gut sind Kreuzschienensysteme, die als Einlegesysteme ausgeführt sind. Hier werden die Module nicht geklemmt, was zu Spannungen im Modul führen kann. Bei einem Einlegesystem liegen alle Module spannungsfrei in einem U-förmigen Profil. So können weder Wind noch Temperaturschwankungen zu Verspannungen im Modul bzw. im Modulfeld führen. Würth bietet übrigens ein solches Untergestell an. Schau mal in die Broschüre ...

Im zweiten der vorgelegten Angebote ist überhaupt nicht klar, was für ein Untergestell zum Einsatz kommen soll. Ein so knapp gehaltenes Angebot würde ich sofort in die Tonne geben und mir einen anderen Solarteur suchen.

Zur 70%-Regelung:

Die harte 70%-Regelung bedeutet, dass durch Hardwaremaßnahmen gewährleistet wird, dass am Übergabepunkt zum EVU-Netz nie mehr als 70% der Generatorleistung eingespeist werden. Bei Dir also grob 8000 W x 0,7 = 5600 Watt. Der Vorteil der harten 70%-Regelung ist, dass sie einfach und preisgünstig ist. Der Nachteil liegt darin, dass Du grob zwischen 3 und 5% des Jahresertrags Deiner Anlage verschenkst, da an sonnenreichen Tagen Deine Module zwar mehr als 5600 Watt produzieren, aber eben alles, was über 5600 Watt hinausgeht nicht eingespeist wird und quasi unter den Tisch fällt. Auch der maximale Eigenverbrauch ist damit auf 5600 Watt beschränkt.

Die weiche 70%-Regelung funktioniert so, dass Du einen Wechselrichter verbaust, der die gesamte vom Dach kommende Leistung ins Netz bringen kann. Dann verbaut man zusätzlich einen Datenlogger, wie z.B. den SolarLog 300 Meter, der die Einspeiseleistung misst und gleichzeitig den momentanen Eigenverbrauch über alle drei Phasen ermittelt und dann folgende Rechnung anstellt: Einspeiseleistung minus momentaner Eigenverbrauch = x Watt Leistung, die ins Netz eingespeist werden müssten. Ist x dabei größer als 5600 Watt, regelt das SolarLog den Wechselrichter so weit herunter, dass tatsächlich maximal 5600 Watt eingespeist werden, ist x kleiner als 5600 Watt, lässt das SolarLog dem Wechselrichter freie Bahn für die Einspeisung der gesamten übrigen Leistung. Das wäre die Variante, die ich selbst bevorzugen würde. Der Nachteil dieser Variante liegt darin, dass sie teurer ist (Anschaffung eines Datenloggers und eines Eigenverbrauchszählers oder aber Anschaffung eines Datenloggers mit integriertem Eigenverbrauchszähler). Der Vorteil liegt darin, dass man wesentlich weniger oder im Idealfall überhaupt keinen selbst erzeugten Strom verschenkt und ein Maximum selbst verbrauchen kann. Auch die maximal selbst verbrauchte Leistung steigt dadurch auf das maximum dessen, was Deine Anlage produzieren kann.

Zu den Modulen habe ich Dir ja bereits geschrieben, was ich favorisieren würde: Aleo, Bosch oder SolarWatt. Es gibt daneben auch noch ein paar andere qualitativ gute Module aus Fernost, aber ich würde halt wenn's geht Aleo oder SolarWatt verbauen.
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon das399igste » Mo 6. Jan 2014, 01:30

Hallo Tom,

lehmann28 hat geschrieben:Eigenbedarf pro Jahr von 3000kWh (2 Personen mit je 1500kWh) ist ja ganz nett, aber das sagt ja nichts aus zum Eigenverbrauchsanteil.
____________________________________________________________________________________________________________________

Wenn wir jetzt einfach mal annehmen, daß ein dauerhafter Verbrauch (Heizungssteuerung, DSL-Router, Kühlschrank, Sprechanlage,...etc.) von ca. 300W pro Std. besteht und wir im Jahresdurchschnitt davon jeden Tag 8 Std. nutzen können. Dann sind dieses:

0,3 kW x 8 Std x 365 Tage = 876kWh


das finde ich jetzt reichlich hoch angesetzt. Ich komme bei meinem Haus im Durchschnitt auf 100 Wh Grundverbrauch. Und in dem Haus fehlt eigentlich nichts was man Heute so an elektrischen und elektronischen Geräten so hat. Und dabei sind noch nicht alle Geräte auf dem neusten Stand. Wenn natürlich jemand zu hause ist steigt der Verbrauch, aber tagsüber wenn die Sonne scheint ist meist keiner da (Arbeit, Schule, Studium, Kindergarten etc.)
0,1 kW x 8 Std x 365 Tage = 292kWh

Da braucht es dann schon einiges an Intelligenz um bestimmte Verbraucher tagsüber zum Stromverbrauch zu motivieren. Mir fällt spontan nur die Waschmaschine ein. Was natürlich sehr hilfreich für einen höheren Verbrauch tagsüber ist wären ein Aqua- oder Terrarium.

Sonnige Grüße
Harald
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Re: Neue PV Anlage fliegennopet

Beitragvon welfenstrom » Mo 6. Jan 2014, 07:56

Neben der Waschmaschine ist der Geschirrspüler und vor allem der Herd zum Kochen verbrauchsfördernd. Waschmaschine und Geschirrspüler lassen sich mit relativ geringem Aufwand zur Arbeit in der sonnenreichen Zeit bewegen. Wenn mittags jemand zu Hause ist um zu kochen, wäre das natürlich hervorragend für die Eigenverbrauchsquote. Sollte mittags allerdings keiner von Euch zu Hause sein, könnte man zwar auch sehr leicht den Herd zur Arbeit bringen - viele Herde verfügen heute schon in der Grundausstattung über diesbezügliche Zeitschaltuhren - ich sträube mich allerdings dagegen, einen Herd unbeaufsichtigt in Betrieb zu nehmen. Aber das muss jeder selbst wissen ...
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