So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Alles rund ums Thema Kapitalanlage

So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Beitragvon RAINBOW » Mo 20. Okt 2008, 06:37

Es geht um Betrug, Lügen und viel Geld

Die Finanzkrise hat das Vertrauen in die Bank und ihre Manager zerrüttet. Zu Recht – wie jetzt ein Bericht des „Focus“ zeigt!

Insider packen aus, nennen ihre miesen Abzock-Tricks. Und was sie enthüllen, ist schockierend! Jahrland ging es den Bank-Managern um ihre Rendite. Sie wollten das Geld ihrer Kunden – ohne Rücksicht auf die Wünsche und das Wissen der Anleger. Die Sparer wurden überrumpelt, belogen, betrogen.

Das alles, weil die Anforderungen in der Bank immer weiter steigen. Insider berichten von Excel-Tabellen, die auflisten, welche Produkte Berater in welcher Zeit zu verkaufen hätten. „Es wurde nie weniger, immer nur mehr“, sagt ein Bankangestellter der Dresdner Bank.

Uwe Foullong, Bundesvorstand von Verdi, bringt es auf den Punkt: „In vielen Filialen geht es zu wie bei einer Drückerkolonne.“

Bei der Postbank etwa treffe jeder Berater zum monatlichen Fünfkampf an, wie die Banker intern witzelten: Einen Bausparvertrag, ein Anlageprodukt, ein Vorsorgeprodukt, eine Finanzierung und ein Postbank-Girokonto solle jeder an den Mann bringen.

Und Kunden respektvoll behandeln? Fehlanzeige! Stattdessen wird über sie hergezogen. Gezielt werden vertrauensselige Menschen gesucht, die intern oft nur „AD“ genannt werden: Alte und Doofe.

Die miesen Tricks der Banker. Lesen Sie, was Insider im „Focus“ berichten. Etwa über...

...die Sparkasse: „Die Mitarbeiter sind ausgerüstet mit einem Waschzettel, auf dem steht, wie sie auf mögliche Einwände des Kunden am besten reagieren. So sollen immer nur geschlossene Fragen gestellt werden, die der Kunde mit Ja beantwortet. Diese Ja-Schiene schafft eine gute Stimmung und mündet meist in einem Vertragsabschluss.“

...die Dresdner Bank: „Alle paar Tage bekamen wir neue Fonds oder Zertifikate. Denn ein neues Produkt ist ein gutes Produkt. das gilt aber nur für die Bank. Für den Kunden ist ein neu aufgelegter Fonds oder ein Zertifikat zunächst teurer als eine laufende Anlage. Die Anfangskosten müssen erst einmal hereingeholt werden. Dass die Bank an vielen Zertifikaten sofort am Verkaufstag drei Prozent verdient, wird Kunden regelmäßig verschwiegen.“
Finanzkrise
Erster
Banker
packt aus

...die Postbank: „Sehr interessiert ist die Postbank am Verkauf von Girokonten, insbesondere als Gehaltskonto. Damit erhält sie Aufschluss über die finanzielle Situation des Kunden. Die Kontrollen sind intensiv: Jeder Mitarbeiter muss einen Wochenbericht verfassen, der seinem Vorgesetzten spätestens samstags zwölf Uhr vorliegen muss. Darin muss genau stehen, wie viel Volumen und Stück im einzelnen Geschäftsfeld verkauft worden sind.“

...die Commerzbank: „Fonds umzuschichten ist eine gängige Praxis. Im Mai 2006 kam die Anweisung für eine große Verkaufsaktion. Wir sollten den gut laufenden Fidelity European Growth abstoßen und möglichst in hauseigene Fonds umschichten wie den Fondak Europa. Diese Anweisung ging mündlich raus. Bei der Commerzbank durfte das nicht fixiert werden – wegen des TÜV-Siegels, das uns als unabhängig ausweist. Bei der Aktion flossen riesige Summen ab. Der Bank bringt ein neuer Kauf fünf Prozent.“

...die Citibank: „Da wir uns auf die Erträge für die Bank konzentrieren müssen, machen die Berater den Kunden vor allem die Produkte schmackhaft, in denen hohe Provisionen stecken – wie Aktienfonds und Zertifikate. Zwar muss von jedem Kunden ein Anlegerprofil erstellt werden. Die Berater verstehen es aber, die in Geldangelegenheiten oft wenig erfahrenen Kunden so einzuwickeln, dass sie möglichst in der höchsten Risikoklasse laden.“


Quelle: http://www.bild.de
Benutzeravatar
RAINBOW
Admin
 
Beiträge: 408
Registriert: So 11. Mai 2008, 09:39
Wohnort: Regen

Re: So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Beitragvon RAINBOW » Fr 21. Nov 2008, 09:02

Investmentchef der Deutschen Bank rät
Finger weg von Aktien


Ausverkaufsstimmung am Deutschen Aktienmarkt:

Gewinnwarnungen, wachsende Sorgen vor Unternehmenspleiten wie etwa beim US-Autokonzern GM und negative Konjunkturdaten aus den USA hätten die Talfahrt weiter beschleunigt, sagten Börsianer.

Der DAX, der bereits am Vortag knapp 5 Prozent eingebüßt hatte, verlor weitere 3,08 Prozent auf 4220,20 Punkte. Allein seit Wochenbeginn büßte der Leitindex damit insgesamt rund 500 Punkte ein.

Die Finanzkrise hat die deutsche Wirtschaft also erreicht. Investoren und Konsumenten horten ihr Geld!

Ist jetzt eine günstige Gelegenheit um in den Aktienmarkt einzusteigen?

„Für die aktuelle Situation gibt es bisher keinen historischen Vergleich“, sagte Klaus Martini, Investmentchef der Deutschen Bank, der Süddeutschen Zeitung. „Wir raten unseren Kunden davon ab, schon jetzt im großem Umfang in den Aktienmarkt einzusteigen.“

Denn die Kurse werden weiter fallen! Auch der Chefvolkswirt Janwillem Acket der Privatbank Julius Bär hegt Zweifel und rechnet für das nächste Jahr mit einer Rezession.

Prognosen für den Markt seien nahezu unmöglich und es muss mit Turbulenzen am weltweiten Aktienhimmel gerechnet werden.


Quelle: http://www.bild.de
Benutzeravatar
RAINBOW
Admin
 
Beiträge: 408
Registriert: So 11. Mai 2008, 09:39
Wohnort: Regen

Re: So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Beitragvon RAINBOW » Fr 21. Nov 2008, 09:10

RAINBOW hat geschrieben:Investmentchef der Deutschen Bank rät
Finger weg von Aktien ...



Das hätte er besser mal bei einem DAX-Stand von 7 oder 8000 gemacht...

Es ist schon merkwürdig, dass gerade diejenigen, die uns die Krise beschert haben, jetzt meinen uns Ratschläge geben zu müssen.

Die hatten schon immer nur ihre eigenen Interessen im Kopf. Dass es immer noch Leute gibt, die denen was glauben...


RAINBOW
Benutzeravatar
RAINBOW
Admin
 
Beiträge: 408
Registriert: So 11. Mai 2008, 09:39
Wohnort: Regen

Re: So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Beitragvon Kazahr » Di 9. Dez 2008, 18:55

"Dass es immer noch Leute gibt, die denen was glauben..."

Dem schließe ich mich an, die meisten Verluste fährt noch derjenige ein, der überhaupt keine Ahnung hat, was er da tut und sich irgendwelchen Bankern anvertrauen muss, die sehr oft selbst auch keine Ahnung haben.

Gegen sowas hilft ja nur Wissen und da gibt es im Internet schon einige Seiten, von denen man sich Infos bzgl. dieser Materie holen kann, z. B.:

http://www.kleinanleger-akademie.de

aber auch etliche Foren, man muss ja einfach nurmal das Grundwissen haben, dann macht einem so schnell keiner was vor.

LG Kazahr
Kazahr
*
 
Beiträge: 1
Registriert: Di 9. Dez 2008, 18:50

Re: So wurden Klein-Anleger jahrelang reingelegt

Beitragvon RAINBOW » Do 11. Dez 2008, 19:06

Früher hab ich viel im Platow-Board gestöbert, aber da ist schon lange nix mehr los... :(

http://www.platow.de/boerse/forum/actio ... ml?board=2


RAINBOW
Benutzeravatar
RAINBOW
Admin
 
Beiträge: 408
Registriert: So 11. Mai 2008, 09:39
Wohnort: Regen


Zurück zu Beteiligungen, Fonds, Aktien usw.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast