Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lassen!

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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Dreaseenown » Mo 3. Jul 2017, 01:59

Also, hier ist die Lage ja eindeutig. Ein Freund von mir hatte mal eine ähnliche Situation (noch gar nicht lange her) mit der Postbank, da ging es auch vor Gericht ... Er hatte Erfolg, aber gut, es gibt sicher auch genug Fälle, wo das nicht so klappt. Das ist klar.
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon welfenstrom » Mo 3. Jul 2017, 11:00

In unseren Augen klare Rechtslagen sind noch kein Garant für ein entsprechendes Urteil. Hinsichtlich meines Photovoltaikkredits habe ich in erster Instanz auch verloren mit der haarsträubenden Begründung, dass das Disagio "Teil der allgemeinen Geschäftsbedingungen" gewesen sei. Eine solche Begründung ist sicher einmalig in der deutschen Rechtssprechung, kommt aber eben vor. Unsere Richter/innen sind halt ziemlich frei in Ihrer Entscheidung. Ich musste erst in die zweite Instanz um Erfolg zu haben. Jetzt versetz Dich mal in Wolfsolars Lage: Verlöre er in der ersten Instanz, müsste er wegen des hohen Verlustes alles auf eine Karte setzen und in die nächste Instanz ziehen - mit der Unsicherheit dann eventuell noch viel mehr zu verlieren. Ich hätte mich genauso entschieden wie er.
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Tommy » Mo 10. Jul 2017, 11:58

Ich kann das vollkommen nachvollziehen. Würde mich das auch nicht trauen und so viel riskieren, auch wenn es traurig ist, das man sich nie sicher sein kann.
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Dreaseenown » So 16. Jul 2017, 22:21

Das kann man wohl so unterschreiben ja
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Furcular » Sa 21. Apr 2018, 21:30

Sehr interessanter Link!
Auf Redaktionstest gibt es wichtige Infos wie beim Handelsblatt
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Beyenburgerin » Mi 23. Jan 2019, 18:35

Was lange währt wird endlich gut. Die Sparkasse musste nun endlich entsprechend des BGH Urteils zahlen.

Beinahe wäre noch alles von der Kanzlei Decker & Böse vergeigt worden. Deshalb hatte ich Ende Februar letzten Jahres binnen Minuten die Entscheidung getroffen, denen das Mandat zu entziehen. Eine gute Entscheidung. Man war einfach nicht bereit, mich zum Fortgang zu informieren und alle Dokumente zum Verfahren zukommen zu lassen. Ich musste mir anhören, dass das bei so kleinen Summen nicht üblich ist. Zugegeben, wäre ich bei denen geblieben, dann wäre es eine kleine Summe geworden. Ich musste viel dazu lernen (wozu ich eigentlich keine Lust hatte, aber es hat sich gelohnt), weil der neue Anwalt auch erstmal nicht alles wusste, es war nicht sein Fachgebiet. Es stellte sich zum Beispiel heraus, dass D&B die Forderung nicht ordentlich ermittelt hatten, das musste korrigiert werden usw.

VG Brigitte
Gruß Brigitte

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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon welfenstrom » Mi 23. Jan 2019, 19:07

Liebe Brigitte,

herzlichen Glückwunsch dazu, dass Du nun endlich auch zu deinem Recht gekommen bist. Das war ja in der Tat eine Odyssee. Ich denke, Du wirst wahrscheinlich unter den Letzten sein, die bis heute kämpfen mussten. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich darüber gelesen habe, dass da noch Urteile gefällt wurden - oder bist Du bis heute in einem außergerichtlichen Verfahren gegen die Sparkasse vorgegangen?

Ich war mit meinem Anwalt, der übrigens auf Finanzrecht spezialisiert ist, sehr zufrieden. Wer einen guten Anwalt mit dem Spezialgebiet Finanzrecht braucht, kann mich gern anschreiben.
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Wolfsolar » So 27. Jan 2019, 18:48

Hallo...

Widerrufsbelehrung hin oder her, ich bin froh, gegen die Bank nichts mehr unternommen zu haben. Der Hauskredit ist nun abgezahlt (November 2018 letzte Rate) und ich bin Schulden frei! :rofl: :wine1:

Wenn ich gewonnen hätte, wäre ich vieleicht jetzt um ca. 4.000,00 € reicher,... vieleicht! :) :oops:

ODER ABER: hätte ich verloren, müsste ich jetzt noch ca. 18.500,oo € Anwaltskosten, Gerichtskosten etc. zahlen :twisted: und wäre nun verzweifelt bemüht, mir selbst in den A.... zu beißen. :shock:

Manchmal sollte man eben die Dollarzeichen in seinen Augen verlieren und manchmal fährt man auch damit besser. ;)

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon welfenstrom » So 27. Jan 2019, 19:53

@ Wolfsolar:

Exakt so ist es. Wir haben unseren Anschlusskredit auch für einen Zinssatz abgeschlossen, der heute als viel zu hoch erscheint. Aber damals haben wir Gründe gehabt, warum wir den Anschlusskreditvertrag genauso abgeschlossen haben. Die Eurokrise erschien uns damals als so bedrohlich, dass wir die Kreditablösung mit einem Forwarddarlehn etwa ein Jahr vorgezogen haben. Es ist alles immer eine Frage von hätte und wäre ... Wenn die Entscheidung, die man zu einem zurückliegenden Zeitpunkt getroffen hat aus heutiger Sicht falsch war, dann ist es halt so - aber man sollte sich keinesfalls darüber ärgern, denn es hätte ja auch anders laufen können - dann säße man heute mit verschmitztem Gesicht im Sessel und würde sich die Hände reiben. So ist das eben - das Leben ist voller Unwägbarkeiten - und ich bin auch ein Verfechter einer Strategie, die auf berechenbare Sicherheit setzt.
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Re: Widerrufsbelehrung bei Kredit falsch, jetzt prüfen lasse

Beitragvon Wolfsolar » So 27. Jan 2019, 20:24

Hallo...

@ welfenstrom:

Wie Recht Du hast! Man sollte mit offenen Augen durchs Leben gehen und auch Mal verzichten können. Man kann so vieles anpacken und nicht immer vorherahnen, wer davon profitieren wird.
Ein Schuss der nach hinten losgeht, ist meistens teurer als anders herum. Der "Goldene Mittelweg" ist da das Maß der Dinge. Mit dem Kopf durch die Wand, kommen die wenigsten. ;)

PS: Du hast ja auch ein gutes PV-Jahr 2018 gehabt. Ich hoffe es geht für uns weiter so, da lacht das PV-Herz! :D

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
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