Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon SolarPro » Mo 3. Mär 2014, 17:31

Zwar ist die Situation in Deutschland ziemlich anders dann in Holland, aber hier bewegt es sich anscheinend in die gleiche Richtung.
Wir haben im Moment eine sehr günstige Vergütung bei dem Einspeisen (die Einspeisevergüting ist gleich and dem Preis vom Energielieferanten). Der zuständige Minister möchte aber in ungefähr 6 Jahre eine Einspeisevergütung vereinbaren die sich der Deutsche Vergüting ähnelt.

Da können wir nur hoffen dass die Preise für Solar-Batterien schnell senken werden.
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon Mercy » Di 4. Mär 2014, 09:49

Oh mann, auch das hört sich nicht gut an... gibt es das, was du geschrieben hast, irgendwo auf Deutsch nachzulesen? Irgendwelche links? würde mich interessieren...
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon SolarPro » Mi 5. Mär 2014, 09:23

Mercy hat geschrieben:Oh mann, auch das hört sich nicht gut an... gibt es das, was du geschrieben hast, irgendwo auf Deutsch nachzulesen? Irgendwelche links? würde mich interessieren...


Leider nicht. Der zuständige Minister hat seine Gedanken in December erläutert im Parlement. In 4 Jahre wird die heutige Regelung evaluiert. Nachher gibt es dann noch eine Übergangsperiode (zwei bis vier Jahre) und dann wird die Einspeisevergüting wahrscheinlich € 0,16 oder € 0,17 (vergleichbar mit eine neue Regelung für Bewohner von Appartmenthäuser die kürzlich verabschiedet wurde).
Mann muss aber berücksichtigen das die heutige Elektrizitätspreise für Privatpersonen in den Niederlanden wesentlich niedriger sind als in Deutschland.
In den Niederlanden ist im moment ein Preis von € 0,225 bis € 0,23 üblich. Die Abnahme ist also noch zu übersehen und bedeutet nicht daß Sonnenstrom nicht mehr gewinnbringend ist.
In 6 Jahre kann aber sehr viel passieren. Möglichkeiten um den Eigenverbrauch zu steigern (Wärmepumpen) und Elektrizität zu speichern werden sich stark verbessern.
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon PV-Manni » Di 18. Mär 2014, 08:22

Ich bin über etwas gestolpert, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Laut Greenpeace werden die Atomenergie, die Braun- und die Steinkohle viel stärker gefördert, als die Photovoltaik. Nur die Photovoltaik wird quasi "öffentlich" gefördert, weil alles offen über die EEG-Umlage ausgewiesen wird. Bei den anderen Energieerzeugern ist dies nicht so bekannt. Daher möchte ich gerne meine Aussage "Überförderung" zurücknehmen.

Quelle (Photovoltaik-Mythos 3): https://www.solaranlagen-portal.de/photovoltaik-technik/10-mythen-und-fakten-zur-photovoltaik.html
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon welfenstrom » Mi 19. Mär 2014, 13:44

Nun geht bei Aleo-Solar zwar nicht das Licht aus, aber es verabschiedet sich ein weiterer Modulfertiger aus dem Kreis derer, die in deutschem Besitz sind. Aleo ist an ein Firmenkonsotium unter taiwanesischer Führung verkauft worden. Hier der entsprechende link: http://www.aleo-solar.de/unternehmen/in ... rate-news/

Der Begriff "verkauft" ist allerdings eher irreführend, weil Aleo dem Konsotium erst einmal 10 Millionen Euro dafür zahlt, dass es Aleo übernimmt, Bosch noch einmal 31 Millionen Euro dazu gibt und Bosch auch noch finanziell dafür gerade steht, wenn während der Umfirmierung finanzielle Engpässe auftreten sollten. Aleo ist also nicht einmal verschenkt worden, sondern man hat den Käufern noch einen richtigen Berg Geld dazu gegeben ... Kein Wunder, hat Aleo ja auch im abgelaufenen Geschäftsjahr immerhin 100 Millionen Verlust gemacht. Da muss man schon Mut für eine Übernahme haben ... oder sehr viel langen Atem ... oder Weitsicht.

Das Werk in Prenzlau soll weiterbestehen, ebenso wie der Name Aleo. Die AG soll allerdings aufgelöst werden. Die Strategie soll übrigens dieselbe bleiben: Verkauf von Modulen im hoch qualitativen Bereich mit neuen Hochleistungszellen des taiwanesischen Herstellers. Nun bleiben nur noch SolarWatt, Jurawatt, Solon und die Bosch-Sparte von SolarWorld als deutsche Hersteller in deutscher Hand ...
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon Wolfsolar » Mi 19. Mär 2014, 22:47

Hallo...

Es ist einfach trauchig mit anzusehen, wie die Solar-Branche so einer hin stirbt! :twisted:

Aber die Aussage von Aleo, im oben geposteten Bericht von Lehmann28, beruhigt mich schon etwas. ;)
Die von der aleo solar AG ausgesprochenen Garantien und Gewährleistungen werden durch den Verkauf und die Liquidation nicht beeinflusst.


Auf was sollen wir noch hoffen..? :shock:

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
http://www.sonnenertrag.eu/de/wolfsolar/unterwellenborn-ot-bucha/6090/11560.html
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon welfenstrom » Sa 22. Mär 2014, 15:51

Nun hat es Sunways erwischt. Nachdem das erste Insolvenzverfahren im August 2013 noch abgewendet werden konnte, hat der chinesische Mutterkonzern LDK Sunways nun den Geldhahn zugedreht. Damit ist Sunways finanziell am Ende und muss erneut Insolvenz beantragen. Hier entsprechende links:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 49266.html

oder auch hier:
http://www.euwid-energie.de/news/solare ... ntrag.html

oder auch hier:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/b ... 42/h6ybeo/
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon Wolfsolar » Sa 22. Mär 2014, 22:42

Hallo...

welfenstrom hat geschrieben,
Damit ist Sunways finanziell am Ende und muss erneut Insolvenz beantragen.

:shock: :lightning: :twisted:

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon welfenstrom » Di 25. Mär 2014, 18:54

Sunways hat nun eine offizielle Pressemitteilung auf seine Homepage gestellt: http://www.sunways.eu/de/unternehmen/pr ... 03-24.html

Der Insolvenzverwalter ist derselbe, der Sunways auch in 2013 bereits betreut hat, insofern kennt er das Unternehmen also schon und er wird auch bereits Einblicke in die Unternehmenssituation haben. Das ist schon mal was. Wenn er allerdings sagt, dass er bis Ende April das vorläufige Insolvenzverfahren beendet haben will, ist das ein forscher Zeitplan...

Die Unternehmensgruppe (!) beschäftigt heute noch traurige 110 Mitarbeiter. Schlimmer geht's kaum ...
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon SolarPro » Do 10. Apr 2014, 15:44

Mercy hat geschrieben:Wie recht du hast... letztlich kann ich nur das wiederholen, was ich auch schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe. Hier wird so viel zerstört:

- Eine Branche mit besten Zukunftsperspektiven
- Tausende Arbeitsplätze
- Die Chance, wirklich etwas bewegen zu können, auch und gerade als Einzelperson
- Das Vertrauen in Politik und Wirtschaft, die uns jahrelang gesagt haben, wie zukunftssicher Photovolktaik sei


Gute Nacht Deutschland, Gute Nacht, Welt...


Seitdem das geänderte EEG-Gesetz verabschiedet wurde, kann Ich nur zustimmen. Sieht sehr dunkel aus für Solar in Deutschland.

Hat jemand noch Hoffnung in Bezug auf die Aktionen von BSW in Richting einer Verfassungsklage?
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon Geblendet » Di 29. Apr 2014, 18:14

Es ist wirklich zum gegen die Wand rennen... :ohno:

Wo soll das hinführen. Aber es ist ja nur mal wieder ein kleines Beispiel dafür, dass nicht das Fachwissen und umwelttechnisch und menschlich vertretbare Werte zählen sondern am Ende das Geld und die Grossinvestoren die Welt regieren. Ich glaube kein Politiker kann sein Versprechen halten mit welchem er in den Wahlkampf ging, denn erst nach der Wahl kommt das grosse buhlen der Mafia um die Einflussreichsten. Man kann noch so einen guten Willen zeigen, sie können einfach alles und jeden Manipulieren. Mich nimmt wunder wann die Politiker einsehen wie krass sie über Jahre manipuliert und verarscht worden sind und bei jedem und wirklich jedem Entscheid aufs falsche Feld gesetzt haben. Nämlich nie auf den Bürger und die Interessen des Volkes sondern lieber auf eine kleine Gruppierung falscher Schwerreichen. Echt ernüchternd und traurig!

Aber wer schon eine Anlage auf dem Dach hat ist der Möglichkeit der Energiemafia zu entfliehen einen Schritt näher. Schade, dass nicht mehr Deutschland an der Spitze der Photovoltaikindustrie ist aber es besteht zumindest Hoffnung das in anderen Ländern weiter geforscht wird und Erfolge verzeichnet werden. Wenn der finanzielle Anreiz sich eine Anlage aufs Dach zu packen nicht mehr gegeben ist, dann machen es wieder nur noch jene welche es aus Überzeugung tun und die bestellen dann auch nicht in China.

Lass uns hoffen dass es noch nicht das Aus ist!
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon welfenstrom » Di 29. Apr 2014, 19:31

Glaubst Du, dass die Energiewirtschaft in anderen Ländern altruistischer agiert? Oder dass Politiker in anderen Ländern gegen Lobbyismus immun sind? Die Welt wird überall von den Spitzen der Wirtschaft dominiert. Deshalb habe ich da eher wenig Hoffnung ... Die Sache wird sich erst ändern, wenn die Wirtschaft durch das sich ändernde Klima drastisch geschädigt wird. Wenn's den Damen und Herren ans Portemonnaie geht, dann werden sie sich bewegen, aber erst dann ...
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon Don Carlos » Do 1. Mai 2014, 22:05

Hallo zusammen,

nur mal so zum Nachdenken.

Man muss ganz klar bekennen: Die derzeitigen Verhältnisse sorgen sogar für die zusätzliche Entreicherung der Verbraucher, da die Politik garnicht daran denkt, die Belastungen adäquat auf alle zu verteilen.
Und alle Warnungen, wegen fehlender Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der deutschen Photovoltaikindustrie wurden klein- oder schlechtgerechnet und groß und schön - je nach dem. Dies ist zwar schoflich, gemein und schließlich ruinös aber letzendlich eine Tatsache. Die Euphorie war schließlich größer als die Vernunft. Unsere spanischen Freunde hatten das Problem schon wesentlicher früher realisiert, während wir in Deutschland die Augen beim Blick in die Sonne schlossen und auf rigorose Anpassungen verzichteten.

Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit die Anlagen bei Firstsolar in ihren Standort in Frankfurt/Oder anzuschauen. Abgesehen von der beeindruckenden Technologie waren dort im Verhältnis zum Produktionsausstoß nur sehr wenige Mitarbeiter beschäftigt. Schon damals (2007) hat ich irgendwie den Eindruck einer provisorischen Produktionsstätte. Und tatsächlich fiel 2012 exakt 5 Jahre nach Auslaufen der Landesförderung der Hammer und der Laden war dicht. Innerhalb kürzester Zeit waren die wertvollen Anlagen abgebaut und das Personal sowieso und der Produktionsstandort geschlossen. Nein, nicht wegen einer Pleite, sondern weil selbst in Ostdeutschland eine effektive Produktion nicht möglich scheint.
Das waren n. m. E. auch die ersten Warnzeichen für, na sagen wir mal, eine beginnende Konsolidierungsphase das Marktes. Es ist klar, da waren die asiatischen Hersteller plötzlich in Vorhand. Aber plötzlich haben die auch Absatzprobleme und die Aktienkurse purzeln seit Monaten und die Gewinne der Firmen schmelzen. Strukturkrise? Ich denke nein. Es hat wohl mit Physik zu tun und mit der eher geringen Energiedichte bei der Stromgewinnung mittels Photovoltaik.

Die Erneuerbaren Energien haben in Deutschland nicht das Potenzial für einen längerfristigen sich selbst tragenden Aufschwung. Dabei spielt keine Rolle, ob die politischen Rahmenbedingungen nicht sorgfältig abgegrenzt waren oder andere Gründe zu finden sind. Das ist völlig egal und auch die neue EEG Novelle kann und wird daran nichts ändern.
Aus dem Teich kommen wir nicht mehr raus, wir können nur noch das Ersaufen verhindern.
Je eher man das begreift, desto leichter lässt sich der Schaden für das Land und für jeden Einzelnen begrenzen. Das Verhältnis von Chance und Risiko wird immer abzuwägen sein. Und man muss quer und um die Ecke denken, weil eben nix linear läuft.

Alte Kutscherweisheit: Ein Pferd, das schon lahmt, sollte schnellstens gegen ein anderes gutes Zugpferd, ausgetauscht werden und nicht gegen einen anderen alten Klepper. Dem alten Gaul helfen nämlich selbst neue Hufeisen nicht mehr. Nun, er kann ja auch im Stall bleiben und sein Gnadenbrot kriegen oder sich auch erholen. Aber es muss nicht noch zugeguckt werden, bis er schließlich entkräftet ganz die Hufe hochreißt. Denn dann haben wir statt zwei Pferden keines mehr. Der Transrapid war auch so ein Pferd, der schnelle Brüter auch...

Deutschlands Stärke war immer die Technologie der Veredlung von Rohstoffen im weitesten Sinne. Dies setzt geistiges Potenzial voraus. Es könnte auch schon fast zu spät sein, denn Deutschland ist schon lange nicht mehr attraktiv für innovative und kreative Menschen. Wegen kurzsichtiger Strategien und Konzeptionslosigkeit hat der Abstand zu den technologisch führenden Ländern ständig zugenommen. Es liegt nicht so sehr daran, dass Chinesen, Russen und Inder besser geworden sind. Das ist neidlos anzuerkennen. Aber das zunehmende Ausblenden von Realitäten, sowohl nationalen als auch internationalen, hat dazu geführt, das Deutschland technisch und technologisch zurückbleibt und zunehmend uninteressant wird.
Fakt ist, dass die Inder trotz Greencard einfach nicht kommen wollen und die paar erfolgreichen deutschen Absolventen von namhaften technischen Universitäten und Hochschulen verlassen das Land. Über die Gründe schreibe ich hier lieber nichts. Es hat was mit dem Verhältnis von zwei mathematischen Größen zu tun und mit Pisa und mit Sarrarzin und mit Pirincci und mit Herrn Gauck und Claudia Roth und der ganzen anderen Mischpoke ...
Letztere werden schon dafür sorgen, dass ...
Ach egal.

Gruß
D.C.
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Re: Photovoltaikindustrie vor dem endgültigen Aus?

Beitragvon welfenstrom » Do 29. Mai 2014, 19:55

Jetzt gehen bei Sunways die Lichter endgültig aus. Das Unternehmen hat Anfang Mai seine Wechselrichtersparte an ein chinesisches Unternehmen verkauft ( http://www.photovoltaik.eu/Teile-von-Su ... AwMjE.html ) und bereitet sich nun auf die endgültige Liquidierung des Unternehmens vor. Damit geht ein weiterer Leuchtturm der deutschen Photovoltaikindustrie sang- und klanglos unter (http://www.photovoltaik.eu/Sunways-wirf ... AwMjE.html ). Es ist einfach erschütternd und unendlich traurig ...

Don Carlos hat geschrieben:
Das ist völlig egal und auch die neue EEG Novelle kann und wird daran nichts ändern.
Aus dem Teich kommen wir nicht mehr raus, wir können nur noch das Ersaufen verhindern.
Je eher man das begreift, desto leichter lässt sich der Schaden für das Land und für jeden Einzelnen begrenzen. Das Verhältnis von Chance und Risiko wird immer abzuwägen sein. Und man muss quer und um die Ecke denken, weil eben nix linear läuft.


Die EEG-Novelle wird den erneuerbaren Energiequellen endgültig den Garaus machen. Unser Harzer Roller geht da noch viel effektiver vor, als es Altmaier vor ihm getan hat. Wenn man mir das vor der letzten Bundestagswahl prognostiziert hätte, hätte ich das für völlig ausgeschlossen gehalten. Sobald ein Politiker heute an die Tröge der Macht gelangt, lässt er sich von der Industrie kaufen und kümmert sich nicht mehr um das, wofür er im Wahlkampf eingetreten ist: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern ..."
Don Carlos meint, das Ersaufen noch verhindern zu können. Ich persönlich bin da inzwischen deutlich pessimistischer. Ich denke, die Industrie hat es inzwischen geschafft, wider besseren Wissens und nur des kurzfristigen Profits wegen die Rettung unseres Planeten unwiderbringlich gegen die Wand zu fahren. Die Frage ist m.E. nach nicht mehr, ob wir in absehbarer Zeit gegrillt werden, sondern nur noch, wie lange es dauert, bis es soweit ist.

Wenn DC allerdings sagt, dass man heute unter Abwägung von Chancen und Risiken um die Ecke denken müsse, dann muss ich konstatieren, dass das ein Ding ist, das niemand kann, weil eben morgen nicht mehr gilt, was heute wie in Stein gemeißelt erscheint. Das Leben wird zunehmend unplanbar und instabil. Die Zeiten, die hinter uns liegen, werden uns in absehbarer Zeit als Insel der Seeligen erscheinen. Wer heute vernünftige Entscheidungen für die Zukunft treffen will, der braucht schon eine Glaskugel ...
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