"verschattung"

Alles rund ums Thema Betrieb der Anlage

"verschattung"

Beitragvon Hasenbaer » Mo 10. Feb 2014, 12:36

Hallo Leute,

hätt da mal ne Frage,vielleicht kennt ja jemand ein ähnliches Problem.

Meine Anlage läuft ja nun seit 2007,nun sind mitlerweile die Bäume meines Narbarn so hoch geworden,(schätzungsweise gut 15m),das sie jetz ab August,schön Schatten auf mein Dach werfen :twisted: .

Mit dem reden hilft nix,hab jetz mittels Anwalt und sächsichen Narbarschaftsrecht ihn aufgefordert zu kürzen,passiert ist natürlich nichts.

Hab eigentlich kein Bock auf ein Gericht zu daggeln,wegen soner Lapalie,aber der scheisst sich nix drum hab ich das Gefühl.

Ach so wir reden hier von Fichten die 50cm an meiner Grundstücksgrenze stehn....

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Re: "verschattung"

Beitragvon LumpiStefan » Mo 10. Feb 2014, 14:47

Sofern die Bäume nicht gegen irgendwelche Richtlinen verstossen wirst Du Pech haben. "Nur" weil die Anlage verschattet wird ist kein Grund, das er die Bäume kürzen muss.
Da muss man dann leider mit leben, wenn der Nachbar uneinsichtig ist. Evtl. kann man ja mit dem Nachbar reden, dass Du die Arbeiten übernimmst.
Wenn Baum kürzen keinerlei Option ist, kann man nur hoffen, das man mit technischen Mitteln (richtiger WR, OGTP, Stringaufteilung) die Verluste so gering wie möglich zu halten....

Stefan
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Re: "verschattung"

Beitragvon das399igste » Mo 10. Feb 2014, 18:15

Hallo Hase,

Hasenbaer hat geschrieben:Meine Anlage läuft ja nun seit 2007,nun sind mitlerweile die Bäume meines Narbarn so hoch geworden,(schätzungsweise gut 15m),das sie jetz ab August,schön Schatten auf mein Dach werfen :twisted: .
...
Ach so wir reden hier von Fichten die 50cm an meiner Grundstücksgrenze stehn....


15m hohe Bäume stehen 50cm von der Grenze weg? Also die Stammmitte ist so dich an der Grenze? Dann müssten ja die Äste reichlich in Dein Grundstück reichen. Oder sind die Äste so weit von der Grenze weg?

Sonnige Grüße
Harald
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Re: "verschattung"

Beitragvon lehmann28 » Di 11. Feb 2014, 09:06

Hasenbaer hat geschrieben:Meine Anlage läuft ja nun seit 2007,nun sind mitlerweile die Bäume meines Narbarn so hoch geworden,(schätzungsweise gut 15m),das sie jetz ab August,schön Schatten auf mein Dach werfen :twisted: .

Mit dem reden hilft nix,hab jetz mittels Anwalt und sächsichen Narbarschaftsrecht ihn aufgefordert zu kürzen,passiert ist natürlich nichts.

Hab eigentlich kein Bock auf ein Gericht zu daggeln,wegen soner Lapalie,aber der scheisst sich nix drum hab ich das Gefühl.

Ach so wir reden hier von Fichten die 50cm an meiner Grundstücksgrenze stehn....


Hallo.

Also ich kenne auch kein Gesetz in Deutschland, daß mir das Recht auf Sonnenschein auf meinem eigenen Grundstück gibt. Aber vielleicht hilft Dir der Link hier:
http://www.nachbarrecht-ratgeber.de/nac ... ex_06.html

Der Tom 8-)
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Re: "verschattung"

Beitragvon das399igste » Di 11. Feb 2014, 19:50

Hallo Tom,

im niedersächsischen Nachbarschaftsgesetzt gibt es einen Punkt, der die Höhe von Büschen und Bäumen im Grenzbereich regelt. Aber man muss zeitnah beim Errichten der Anpflanzung oder beim Erreichen der kritischen Höhe tätig werden, sonst hat man sein Recht auf Zugrückschneiden verwirkt.

Elfter Abschnitt, Grenzabstände für Pflanzen, ausgenommen Waldungen, § 50, Grenzabstände für Bäume und Sträucher

Im Gesetzt steht aber auch immer dabei, das es immer um den Zeitpunkt der Klageerhebung geht. Von Schlichtung oder Meditation habe ich da nichts gelesen.

In anderen Bundesländern kann es anders geregelt sein.

Sonnige Grüße
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Re: "verschattung"

Beitragvon Rabe » Mi 12. Feb 2014, 00:40

Hasenbaer hat geschrieben:Ach so wir reden hier von Fichten die 50cm an meiner Grundstücksgrenze stehn....

Sächsisches Nachbarrechtsgesetz (SächsNRG) hat geschrieben:Grenzabstände für Pflanzen
§ 9 Grenzabstände für Bäume und Sträucher
(1) Der Nachbar kann vom Eigentümer verlangen, daß Bäume,
Sträucher oder Hecken innerhalb eines im Zusammenhang
bebauten Ortsteils mindestens 0,5 m oder, falls sie über
2 m hoch sind, mindestens 2 m von der Grundstücksgrenze des Nachbarn entfernt sind.
(2) Außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils genügt ein Grenzabstand von 1 m für alle Anpflanzungen.

§ 14 Anspruch auf Beseitigung
(1) Der Nachbar kann verlangen, daß Bäume, Sträucher oder
Hecken, die über die nach §§ 9 oder 10 zulässigen Höhen
hinauswachsen, nach Wahl des Eigentümers zurückgeschnitten oder beseitigt werden.
(2) Der Eigentümer braucht das Zurückschneiden und die
Beseitigung von Pflanzen nicht in der Zeit vom 1. März bis
zum 30. September vorzunehmen.

Ich habe aber auch schon gehört, dass nach einer gewissen Zeit des Nichtreagierens (10 Jahre ??) der Anspruch erlischt - ist aber reines Hörensagen, bitte nicht drauf festnageln. Da Du ja bereits mit 'nem Anwalt agierst kann der dir fundiertere Aussagen geben. Aber das überhängende Geäst (regelmässig) zurückschneiden zu lassen macht bei 15m bestimmt Gaudi ... ;)
viele Grüße vom Raben
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Re: "verschattung"

Beitragvon Beyenburgerin » Do 13. Feb 2014, 17:59

Also ich würde unbedingt darauf bestehen, dass die überhängenden Äste über deinem Grundstück entfernt werden. Es könnte nämlich gut sein, dass die Bäume das langfristig gar nicht allzu sehr mögen ... oder der Besitzer irgendwann einfach einsieht, dass das nicht nur beschissen aussieht, sondern die Bäume bei Sturm aufgrund des höheren Gewichts zu seiner Seite hin gerne auf sein Grundstück fallen wollen. Wie weit sind die Bäume denn von seinen Gebäuden entfernt? ;)

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Re: "verschattung"

Beitragvon Hasenbaer » Do 13. Feb 2014, 19:03

Grüss euch,

und danke für die Infos,aber das mit dem sächsichen Narbarschaftsge.hab ich auch so gesehen,und daraufhin versucht mein Anwalt jetzt über die Stadt mal nachzufragen aber bis 1.ten März wirds natürlich eng,ich hoffe das Beste.
Wegens der Äste die rüberragen schneid ich alles ab was ich ohne Leiter erreiche,die sind mir aber egal die höhe der Dinger nervt halt,ich werd ihm aber mal anbieten das ich das übernehmen könnte,kenn da jemand der da raufklettert und die von obenher absägen könnte,naja ma schaun.

bis später Falk
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Re: "verschattung"

Beitragvon das399igste » Fr 14. Feb 2014, 01:38

Rabe hat geschrieben:
Ich habe aber auch schon gehört, dass nach einer gewissen Zeit des Nichtreagierens (10 Jahre ??) der Anspruch erlischt


in Niedersachsen sind es 5 Jahre. Ist im angesprochenem Gesetzt mehrfach so niedergeschrieben.

Im hier anzuwendenden sächsischen Nachbarrechtsgesetz sind es auch 5 Jahre
§ 15
Ausschluß des Anspruchs auf Beseitigung
Der Anspruch aus § 14 Abs. 1 ist ausgeschlossen, wenn die
Bäume, Sträucher und Hecken
über die nach §§ 9 oder 10
zulässige Höhe hinauswachsen und der Nachbar seinen
Anspruch nicht spätestens im fünften darauffolgenden
Kalenderjahr gerichtlich geltend macht.


Aber wenn man sich ohne Gericht einigen kann ist es allemal besser.

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Re: "verschattung"

Beitragvon Tobias1974 » Fr 14. Feb 2014, 10:29

Wenn die Äste zu dir aufs Grundstück ragen, dann kannst Du auf jeden Fall alles wegschneiden, sofern die Verschattung "unzumutbar" wird. Problematisch wird es allerdings wenn die Fichten tatsächlich nur in die Höhe wachsen, da wirst Du ausser mit ihm reden und anbieten es selbst zu machen nicht viel machen können :(.
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Re: "verschattung"

Beitragvon Don Carlos » Fr 14. Feb 2014, 11:36

Guten Tag Hasenbaer,

Nur mal am Rande angemerkt:
Beantworte Dir zunächst die Frage, ob Deine überschaubaren PV-Verluste tatsächlich der einzige Grund sind, oder ob Dich nicht vielmehr der Nachbar stört, als seine Bäume.

Solche großen Bäume sind i.d.R. Grundstücks- und Landschaftsbild prägend und haben deshalb nach dem 5. Bzw. 10 Jahr Bestandsschutz.
Klagen kannst Du evt. nur auf Schadensersatz wegen der PV-Verluste.
Ein Richter wird Dich am Ende fragen: Was war zuerst da - die Bäume oder die Anlage? Er wird einen Gutachter beauftragen, der feststellen wird, dass Bäume in der Regel wachsen und in der Folge eine Verschattung irgendwann eintreten musste. Für diese Feststellung ist kein höheres Fachwissen erforderlich. Das heißt, der Richter wird Dir unterstellen, dass Du vorher von dem zu erwartenden Verschattungsproblem wusstest, zumindest aber wissen konntest. Sein Urteil und die Kostenverteilung dürften somit klar sein.
Zusätzlich hast Du in der Nachbarschaft einen „Freund“ mehr.

Bei Bier und Bratwurst ließe sich die Frage sicherlich einfacher erörtern. Vielleicht gelingt es Dir das Gespräch so zu steuern (kannst ja ein bisschen jammern), dass ein geeigneter Vorschlag von ihm kommt. Auch wenn sich keine Lösung findet, solltest Du bedenken, dass der dauerhafte Verlust an gutnachbarschaftlichen Beziehungen potenziell tiefgreifender sein dürfte, als der tatsächliche Verlust aus der Stromproduktion.

Suche eine technische Lösung und verschone die Nachbarn von Deinem Streben nach Maximalgewinn.

Gruß D.C.
Don Carlos
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Re: "verschattung"

Beitragvon Hasenbaer » Do 22. Mai 2014, 10:02

Hy Don Carlos,

ist nun ein wenig zeit vergangen,und das ende vom Lied ist so wie du es geschrieben hast ...

Die Bäume waren vor mir da ,heist Ich hätte damals schon wo ich gebaut habe anzeigen sollen das die Bäume irgendwann zu hoch sein werden und mir das Grundstück verschatten .

Da nun aber mehr wie 10 Jahren vergangen sind kann ich laut Gesetz nichts dagegn tun,auser zu hoffen das es mal ne richtige Windhose gibt und es die Dinger einfach umhaut.

So hatt es mir auch mein Anwalt erklärt,ist natürlich witzig ,weil wer denkt schon dran das die Bäume des Narbarn irgendwann (10Jahren) dein Grundstück verschatten wird.LOL

Also kann ich nur allen empfehlen:" Früher schon An später denken"


In diesem Sinne allen par schöne Sonnenstunden der hasenbaer
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