Ertragswerte aus SolarLog 300 m stimmig?http://www.forum-son

Probleme mit dem SolarLog? "Hier werden Sie geholfen!"

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Beitragvon Ulli1 » Fr 18. Apr 2014, 06:11

Hallo,
ich habe eine 9,435 kw/p Anlage mit Eigenstromnutzung. Dazu ist ein PV-Strom-Zähler sowie ein Zweirrichtungszähler eingebaut. So kann ich den täglichen Stromertrag, den täglichen Verbrauch und die Strommenge ablesen, die ich täglich ins öffentliche Netz einspeise.
Mit dem SolarLog 300 m werden alle Werte zusätzlich überwacht. Dieser zeigt mir tägliche Eigenverbrauchswerte von deutlich über 80 % an.
Diese Werte kann ich nicht nachvollziehen, da ich aus den abgelesenen Werten der drei Zähler einen anderen Eigenverbrauchswert ermittele.
Nach meinem Verständnis errechnet sich der Eigenanteil wie folgt:
1.) Täglicher Sonnenertrag
2.) abzüglich der Menge, die ich ins öffentliche Netz einspeise
3.) ergibt den Strom, den ich selber verbrauche.
Der daraus errechnete Wert liegt bei mir so um die 30-35 %.Oder liege ich da falsch? Mache ich einen Denkfehler oder woraus ergeben sich die unterschiedlichen Zahlen?

Abschließend noch eine Frage zum Einspeisemagment:
Mein Solarteur hat mir die Software auf 70 % Eigentstromnutzung eingestellt. Darf und kann ich diesen Wert verändern oder sollte ich lieber die Finger davon lassen.

MfG
Ulli

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Re: Ertragswerte aus SolarLog 300 m stimmig?http://www.forum

Beitragvon LumpiStefan » Fr 18. Apr 2014, 11:09

Vermutlich wie so oft der S0-Zähler falsch angeschlossen.
Kannst Du mal den Link zur SolarLog-Darstellung einstellen oder ein paar Screenshots der Bilanz?

Der Solateur hat mit Sicherheit keine 70% Eigenstromnutzung eingetragen, sondern die Limitierung auf 70% incl. Verrechnung Eigenstromverbrauch.
Wenn Du hier rumspielst, verlierst Du Deinen Anspruch auf Vergütung. Zudem hier auch nichts angepasst werden muss....

Stefan
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Re: Ertragswerte aus SolarLog 300 m stimmig?http://www.forum

Beitragvon welfenstrom » Fr 18. Apr 2014, 12:59

Um Stefans Aussage bezüglich der "Limitierung auf 70%" etwas zu erweitern, hier noch einmal eine Erklärung, was es mit der 70%-Regelung auf sich hat:

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der harten und der weichen 70%-Regelung.

Die harte 70%-Regelung bedeutet, dass durch Hardwaremaßnahmen gewährleistet wird, dass am Übergabepunkt zum EVU-Netz nie mehr als 70% der Generatorleistung eingespeist werden. Bei Dir also grob 9435 Watt x 0,7 = 6604,5 Watt. Der Vorteil der harten 70%-Regelung ist, dass sie einfach und preisgünstig ist. Der Nachteil liegt darin, dass Du grob zwischen 3 und 5% des Jahresertrags Deiner Anlage verschenkst, da an sonnenreichen Tagen Deine Module zwar mehr als 6604,5 Watt produzieren, aber eben alles, was über 6604,5 Watt hinausgeht nicht eingespeist wird und quasi unter den Tisch fällt. Auch der maximale Eigenverbrauch ist damit auf 6604,5 Watt beschränkt.

Die weiche 70%-Regelung funktioniert so, dass Du einen Wechselrichter verbaust, der die gesamte vom Dach kommende Leistung ins Netz bringen kann. Dann verbaut man zusätzlich einen Datenlogger, wie z.B. den SolarLog 300 Meter, der die Einspeiseleistung misst und gleichzeitig den momentanen Eigenverbrauch über alle drei Phasen ermittelt und dann folgende Rechnung anstellt: Einspeiseleistung minus momentaner Eigenverbrauch = x Watt Leistung, die ins Netz eingespeist werden müssten. Ist x dabei größer als 6604,5 Watt, regelt das SolarLog den Wechselrichter so weit herunter, dass tatsächlich maximal 6604,5 Watt eingespeist werden, ist x kleiner als 6604,5 Watt, lässt das SolarLog dem Wechselrichter freie Bahn für die Einspeisung der gesamten übrigen Leistung. Das wäre die Variante, die ich selbst bevorzugen würde. Der Nachteil dieser Variante liegt darin, dass sie teurer ist (Anschaffung eines Datenloggers und eines Eigenverbrauchszählers oder aber Anschaffung eines Datenloggers mit integriertem Eigenverbrauchszähler). Der Vorteil liegt darin, dass man wesentlich weniger oder im Idealfall überhaupt keinen selbst erzeugten Strom verschenkt und ein Maximum selbst verbrauchen kann. Auch die maximal selbst verbrauchte Leistung steigt dadurch auf das Maximum dessen, was Deine Anlage produzieren kann.

Wenn ich das richtig sehe, hast Du tatsächlich bereits einen Solarlog 300 Meter, da Du von einem SL 300 m sprichst. Der sollte die weiche 70%-Regelung also problemlos hinbekommen, ohne dass Du weitere Investitionen tätigen müsstest.

Stefan vermutet bereits, dass Dein Solarteur die weiche 70%-Regelung bereits eingerichtet hat. Einzig der dafür notwendige S0-Zähler, eine Art Stromzähler, scheint dabei falsch angeklemmt worden zu sein. Das ist nichts Wildes und sollte schnell behoben werden können.
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