Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

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Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon Sonnenertrag » So 12. Apr 2009, 11:49

Schweden will aus dem vor 30 Jahre beschlossenen Ausstieg der Kernenergie zurücktreten. Allerdings sollen die Auflagen enorm erhöht werden.

Gebaut darf nur dort werden wo auch vorher schon ein AKW stand.
Es darf keinerlei staatliche Subventionen geben. Nicht Direkt und nicht Indirekt.
Die Zahl der 10 Raktoren darf sich nicht erhöhen.
Und ganz zum schluß muss der Investior beweisen dass die kapazitäten wirklich benötigt werden.

Sollte das Ganze ein Erfolgsmodell werden :?: Ich persönlich bin eigentlich für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Und vorallem bin ich gegen das deutesche AKW Modell. Der Staat baut die Kernkraftwerke, der Betreiber ( EFU ) nutzt es bis zum Abschalten, und dann fällt es zum Entsorgen wieder an den Staat zurück. Das finde ich sehr lustig, denn ohne Risiko kann jeder Energieversorger für Atommeiler sein. Ob sich in Schweden ein Investor findet, muss isch erst noch zeigen. :lol: Ich werds beobachten.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon Tofta » So 12. Apr 2009, 13:16

Ich bin sehr viel in Schweden, immer für einige Wochen, und erlebe das die Schweden das ganze sehr gelassen sehen.

Diese Entscheidung liegt schon einige Wochen zurück und es redet kein Mensch mehr darüber. Hier ist die Meinung vieler: " Hauptsache wir haben Strom, egal wo der herkommt"
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon welfenstrom » So 12. Apr 2009, 22:14

Ich bin durchaus für die Nutzung der Atomkraft und finde die Entscheidung der Schweden richtig. Ich bin allerdings nicht für die Atomkraft, weil ich meine, dass sie der Weisheit letzter Schluss ist, sondern aus einer schlichten Güterabwägung heraus: Entweder wir schaffen es innerhalb sehr kurzer Zeit unseren CO2-Ausstoß drastisch zu verringern, oder wir werden durch die Klimaerwärmung so sehr gegrillt, dass der Fortbestand unserer Spezies auf dem Spiel steht. Da wir nun einmal einen Spagat zwischen wirtschaftlichen Interessen und ökologischer Vernunft andererseits zu Wege bringen müssen, bin ich dafür, für einen begrenzten Zeitraum weiterhin Atomstrom zu produzieren, um CO2-arm eine verlässliche Energieversorgung sicherzustellen. Diese Zeitspanne müssen wir dafür nutzen eine verlässliche Energieversorgung auf Basis regenerativer Energiequellen aufzubauen.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon Sonnenertrag » Di 14. Apr 2009, 17:39

Hab einen tollen Bericht gefunden. Was heißt Bericht. Eine Darstellung die sehr glaubwürdig erscheint.

http://www.netzwerk-regenbogen.de/akwswe060927.html Und siehe da, die E.ON ist auch wieder dabei. Vattenfall war klar, die sitzen inmitten des Fettauges :twisted: und die E.ON gesellt sich gern dazu. Da kommt mir doch ein kleines Lächeln über die Lippen. :mrgreen:
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon welfenstrom » Di 14. Apr 2009, 18:06

Und was regt Dich jetzt so auf? Oder anders gefragt: Gibt es Deiner Meinung nach wirklich gangbare und sinnvolle Alternativen?

Wann immer hier auf dem platten Land ein Windpark entstehen soll, gehen die Umweltschützer auf die Barrikaden, soll vor der Küste ein Windpark entstehen, gehen die Umweltschützer auch auf die Barrikaden. Auch jetzt, da hier in Wolfsburg Gülle verstromt werden soll, gehen die Leute auf die Barrikaden und das Potential an Wasserkraft ist gerade hier nicht so wirklich groß. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln - wie soll die Energie denn erzeugt werden?
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon Sonnenertrag » Mi 15. Apr 2009, 03:48

welfenstrom hat geschrieben:Und was regt Dich jetzt so auf? Oder anders gefragt: Gibt es Deiner Meinung nach wirklich gangbare und sinnvolle Alternativen?


Ich reg mich doch nicht auf :mrgreen: Ich bin immer so wenn ich mir meine Gedanken mache.

Ich wohn hier in der Nähe von Temelin. Wenn ich richtig mitgerechnet habe, hatten die bis dato so um die 300 Störfälle
http://www.temelin.com/document.dws?XSB=ABCDEFGH&xxdocument=1509&xxnode=1307

Ich denke es ist da ganz normal, dass man sich um die Existenz seiner Familie gedanken macht :oops: Und weil es allen soviel Spass macht, wird jetzt Reaktor 3 + 4 gebaut.

Wir ertappen uns immer wieder, dass wir uns Gedanken machen wie und wo unsere Energieversorger den Strom herbekommen. Die verkaufen und handeln professionell mit Strom. Ich bin mir sicher die haben auch Plan B ( Beziehungen ), und das im wahrsten Sinne des Wortes. Egal wo der Strom herkommt, es wird immer genug davon da sein, und er wird immer so teuer sein, dass die Konzerne auch papp satt sind. Die haben keine Wirtschaftskrise. Also müssen wir uns nicht um die Menge gedanken machen, sondern um die Qualität. Und hier denke ich an die Lebensqualität.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon karinbraun » Di 22. Nov 2011, 12:09

Es ist doch unglaublich, dass Länder wie Schweden und Deutschland wieder zurück zur Atomenergie gehen wollten. Nach den Ereignissen von Fukushima hat sich dies aber nun mittlerweile mehr oder weniger erledigt. Es ist doch spätestens seit Tschernobyl klar, dass die Atomkraftwerke unkontrollierbar und eine tickende Zeitbombe sind. Außerdem ist es doch quasi bewiesen, dass viele Menschen in der Nähe von Kernkraftwerken an schweren Krankheiten erkranken und dies in einigen Fällen sogar zur Erwerbsunfähigkeit führt. Im Jahre 2011 hat man soviele Möglichkeiten mit den alternativen Energiequellen, sodass man vermutlich sogar schon heute ganz auf die Kernkraft verzichten könnte.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon lehmann28 » Di 22. Nov 2011, 12:40

karinbraun hat geschrieben:Es ist doch unglaublich, dass Länder wie Schweden und Deutschland wieder zurück zur Atomenergie gehen wollten. Nach den Ereignissen von Fukushima hat sich dies aber nun mittlerweile mehr oder weniger erledigt. Es ist doch spätestens seit Tschernobyl klar, dass die Atomkraftwerke unkontrollierbar und eine tickende Zeitbombe sind. Außerdem ist es doch quasi bewiesen, dass viele Menschen in der Nähe von Kernkraftwerken an schweren Krankheiten erkranken und dies in einigen Fällen sogar zur Erwerbsunfähigkeit führt. Im Jahre 2011 hat man soviele Möglichkeiten mit den alternativen Energiequellen, sodass man vermutlich sogar schon heute ganz auf die Kernkraft verzichten könnte.


Ich glaube die Schleichwerbung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung kann man sich sparen. Oder? Die hat nichts hier im Forum zu suchen. Auch wenn man im ersten Augenblick meinen möchte, daß der Beitrag etwas zum Thema beitragen möchte.

Der Tom 8-)
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon Rabe » Di 22. Nov 2011, 18:34

lehmann28 hat geschrieben:
karinbraun hat geschrieben:........

Ich glaube die Schleichwerbung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung kann man sich sparen. Oder? Die hat nichts hier im Forum zu suchen. Auch wenn man im ersten Augenblick meinen möchte, daß der Beitrag etwas zum Thema beitragen möchte.

Haben wir jetzt NikoHinrichs_V2.0 kennengelernt?!? :mrgreen:
viele Grüße vom Raben
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon pesoelko » Di 22. Nov 2011, 20:36

Lasst ihr noch ein wenig Zeit - war der Erste Verlinkungsbeitrag - markiert ist sie ;)

Es gibt auch noch einige andere unter Beobachtung :mrgreen:

Gruß
Peter
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon welfenstrom » Do 24. Nov 2011, 23:10

Der Photovoltaik scheint man ja ab dem nächsten Jahr mit Hilfe drastischer Kürzungen der Einspeisevergütung endgültig das Licht ausblasen zu wollen... Die deutsche Photovoltaikindustrie geht auch gerade den Bach herunter... und ich frage mich, wie man hier einen vernünftigen Energiemix hinbekommen will, wenn man nicht auch die Sonnenenergie mit nutzt. Na klar kann man hier durch Photovoltaikanlagen nicht so viel Strom gewinnen wie in Spanien, aber es werden immerhin 2% unseres Strombedarfs aus dieser Quelle gespeist und wenn man ein wenig mehr Geduld und strategisches Denken hätte, würden es sicher bald zumindest 5% und mehr sein. Wenn man Kohle- und Atomkraftwerke ersetzen will, muss man doch alle vorhandenen Ressourcen anzapfen, um im Verbund dezentraler Energieerzeugung unsere Nachfrage zu befriedigen. Ich halte den Ausstieg aus der Photovoltaik für einen fatalen Irrweg - insbesondere dann, wenn man von der Kernkraft weg will.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon tanjaw » Sa 26. Nov 2011, 20:34

Ich halte den Ausstieg aus der Photovoltaik für einen fatalen Irrweg - insbesondere dann, wenn man von der Kernkraft weg will.
So sehe ich das auch.
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon PhotovoltaikNeuling » Fr 13. Jan 2012, 15:55

tanjaw hat geschrieben:
Ich halte den Ausstieg aus der Photovoltaik für einen fatalen Irrweg - insbesondere dann, wenn man von der Kernkraft weg will.
So sehe ich das auch.


Kann ich sowieso nicht ganz nachvollziehen, weswegen die Länder den Schritt zurück gehen wollen. Deutschland, mit der Senkung der EEG, ist nun auch nicht grad in positive Meiden geraten aufgrund dessen. Und wenn Herr Rösler mal was sagt, dann sowas. Ein Mann der Sympathien! :D
So wird meine erste Photovoltaikanlage aussehen. Ca. 70kwP! :)
Das ist mein Photovoltaik Anbieter.
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Und hier noch ein Photovoltaik-Witz: Chuck Norries ist verantwortlich für die globale Klimaerwährmung. Ihm war kalt und da hat er die Sonne aufgedreht!
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Re: Schweden: Ausstieg aus dem Ausstieg

Beitragvon alberto » Mo 12. Mär 2012, 11:33

Heikles Thema. Wobei ich denke drauf verzichten ist nicht ganz möglich
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