Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon pesoelko » Mo 9. Jan 2017, 17:20

...bei mir auch noch nichts eingetroffen.

Hab ganz normal meinen Zählerstand online wie die letzten Jahre auch gemeldet.
Und warte aber noch auf die Abrechnung.

Sollte etwaige Forderungen in der Richtung kommen werde ich den link in Anspruch nehmen.

Gruß
Peter
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Wolfsolar » So 14. Mai 2017, 19:39

Hallo...

Nun habe ich wohl schlafende Hunde geweckt. Habe Post von TEN bekommen und soll nun einen "Netzanschlussvertrag-Strom" und eine "Abrechnungsvereinbarung" mit ihnen abschließen. :roll:

Der Grund: Da meine Mutter im Januar verstorben ist, habe ich ihren Zähler und den Allgemeinzähler bei den Thüringer-Energienetze abgemeldet. Ein Elektriker vom Nachbardorf hat die Zähler ausgebaut und alle Leitungen im Haus auf meinen Bezugs-Zähler auf geklemmt. Nun habe ich nur noch einen Bezugszähler und meinen Solarzähler. Sonst hat sich nichts verändert! :!:

Nun schreiben die:
"Sie haben mit Ihrer Anmeldung die Verringerung der Vorhalteleistung aus dem Netz der Allgemeinen Versorgung beantragt. Hierzu unterbreiten wir Ihnen ein Angebot des Netzbetreibers.

Also ein Netzanschlussvertrag und eine Abrechnungsvereinbarung. Dese werde ich nicht abschließen, weil sich im Prinzip nichts verändert hat. Ich beziehe nach wie vor Strom vom Netzbetreiber, nun nur noch über einen Zähler. Über den anderen Zähler(mein Solarzähler) speise ich nur ein und verbrauche keinen Strom.

Ich werde erst mal die von welfenstrom angegebene Adresse kontaktieren: https://discovergy.com/photovoltaic-lite

Ich werde weiterhin meine Jahresabrechnung für den eingespeisten Strom machen, wie gewohnt und von den TEN akzeptiert.

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
http://www.solarlog-home0.de/wolfsolar-bucha
http://www.sonnenertrag.eu/de/wolfsolar/unterwellenborn-ot-bucha/6090/11560.html
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon welfenstrom » So 14. Mai 2017, 21:08

Bist Du dir sicher, dass sich das, was du da bekommen hast auf die Photovoltaik-Einspeisung bezieht?
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Wolfsolar » Mo 15. Mai 2017, 21:24

Hallo...

Auf Beides, sie wollen mir einen elektronischen Zähler einbauen, der Bezug und Einspeisung misst.

Mit :sun: Grüßen Wolfsolar
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Tommy » So 28. Mai 2017, 22:09

Hi,

was genau stört dich daran wenn ich fragen darf? Wo entstehen da die Nachteile für dich?
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon welfenstrom » So 28. Mai 2017, 23:15

Diese elektronischen Zähler erfassen Deinen Verbrauch zu jeder Sekunde und melden es nach Hause. Genau diese Daten können aber auch abgefangen werden und verraten dann, wann Du zu Hause bist und wann nicht. Das ideale Einbruchswerkzeug.
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Winni » Mo 29. Mai 2017, 08:18

Also, ich sehe die Smart Meter erst einmal nicht negativ., obwohl ich schon wegen meines SMA Homemanger + Energymeter + dev. FSD eine ganz gute Transparenz unseres Stromverbrauches habe. Entscheidet wird sein, ob es wirklich Vorteile für den Kunden geben wird. Sollte es flexibel Stromtarife geben, könnte das so ein Vorteil sein. Gibt es viel Strom, weil in ganz Deutschland die Sonne scheint, oder in der Nordsee sehr viel Wind oder Sturm ist, könnten die Preise stark gesenkt werden, anstelle dass der Strom an der Strombörse verschenkt wird, oder sogar ein Minuspreis für die Abnahme bezahlt werden muss. Wenn es dann noch möglich wäre, bei den Endkunden bestimmte nicht zeitkritische Verbraucher, "ferngesteuert" ein zu schalten wäre das genial. Solche Verbraucher könnten z. B. Waschmaschinen, Wäschetrockner oder auch Wärmepumpen sein. Die große Frage ist, ob das so kommt...
Was ich auch negativ sehe ist der Preis, in meinem Fall mindesten 100€, wenn die Wärmepumpe dazu gerechnet wird, sogar 130€. :x Gut, wenn es kommt und soweit ist muss ich schauen ob es irgendwo günstiger geht.

Wegen des hacken der Daten habe ich keine bedenken. Ich nutze heute schon meine FSD um div. Geräte (Lampen, Stereoanlage) automatisch zu schalten, wenn wir nicht zu hause sind.

Viele :sun: Grüße und weiterhin gute Erträge.
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon welfenstrom » Mo 29. Mai 2017, 14:15

Das ist halt eine Frage der Sichtweise. Viele Smartphone-user sind da genauso sorglos wie Du und gehen völlig unbedarft mit ihren persönlichen Daten um. Bedenken bezüglich der Ausnutzung ihrer Daten haben sie auch nicht. Ich sehe das halt ganz anders. Ich habe keine Lust mich zum gläsernen Menschen zu machen. Aber jeder wie er mag.
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Winni » Mo 29. Mai 2017, 15:12

welfenstrom hat geschrieben:....Viele Smartphone-user sind da genauso sorglos wie Du und gehen völlig unbedarft mit ihren persönlichen Daten um.


mmm, ich gehe gar nicht sorglos mit meinen Daten um, ganz im Gegenteil, ich weiss mich auch sehr gut zu schützen, dort wo ich es für notwendig erachte, z.B. beim Online-Banking.
Aber ich bin auch der Meinung, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte und ich gebe dort Daten preis, wo ich der Meinung bin, dass es nicht schadet, bzw. eventuell auch für irgendwas nützlich ist z.B. hier im Forum Einblick auf meine PV-Anlage, wie viele andere User auch. Ähnlich würde ich es mit den Daten eines Smart Meter sehen, wobei diese Daten nicht frei ersichtlich wären, sondern gesetzeswidrig erlangt werden müssten, also gehackt werden müssten. Der Aufwand durch einen Einbrecher erscheint mir hier sehr unwahrscheinlich, zumal aus den Daten auch nicht ersichtlich wäre, ob jetzt ein Kühlschrank, eine Stereoanlage oder ein TV läuft.

welfenstrom hat geschrieben:...... Ich habe keine Lust mich zum gläsernen Menschen zu machen. Aber jeder wie er mag.
ich auch nicht :)

:sun: Grüße
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon lehmann28 » Di 30. Mai 2017, 08:10

Winni hat geschrieben:..., zumal aus den Daten auch nicht ersichtlich wäre, ob jetzt ein Kühlschrank, eine Stereoanlage oder ein TV läuft.


Na dann informier Dich mal richtig und Du wirst staunen was man alles aus ein paar Ein- und Ausschaltimpulsen lesen kann. Wenn das ein halbwegs intelelligenter mitteleuropäischer Elektriker kann, dann erst Recht die Leute die sich wirklich für das Eigentum anderer Leute interessieren.

Der Tom 8-)
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Winni » Di 30. Mai 2017, 09:47

Ich lerne gerne dazu. Wenn es möglich ist, aus dem Ein Ausschaltimpuls heraus zu lesen welches Gerät gerade läuft, könnte man ja mit dieser Technik sehr einfach und preiswert eine Überwachung aller Stromverbraucher im Haus realisieren, also der Verbrauch eines jeden einzelnen Gerätes ohne teuere FSD. So könnte man auch versteckte Stromfresser leicht identifizieren. Das klingt sehr interessant. Allerdings müsste man dann auch das Signal, dass das Haus verlässt, irgendwie filtern, damit eben Aussenstehende diese Information nicht erhalten. Das sollte doch machbar sein. Bin mal sehr gespannt was da noch alles kommt. Um aber nochmal auf die Einbrecher Problematik zu kommen, einfache Schaltsteckdosen für ein paar Euro können das Problem lösen.

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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon welfenstrom » Di 30. Mai 2017, 14:53

Dann klär mich mal bitte auf.

Es ist mit den neuen Digitalzählern ein Kinderspiel ein Profil darüber anzulegen, wann Du zu Hause bist, wann Du aufstehst, wann Du zu Bett gehst usw.

Im Moment gibt es noch den "Gaunerservice", der durch Beobachten ganze Wohnviertel darüber ausspäht, wer wann was tut. Das ist kein Märchen sondern polizeilich bestätigt. In Zukunft kann man das dann viel bequemer vom PC aus tun - die digitalen Zähler sind da ein sehr beredter Gaunerkollege.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie blauäugig die junge digitale Gesellschaft mit der Problematik der Datennutzung umgeht. Grundsätzlich sehen alle nur die Vorteile der neuen Technik: Was bringt mir das an Bequemlichkeit - und auch noch umsonst. Das ist aber eine ziemlich naive Sicht der Dinge. Menschen wie Du sind immer höchst erstaunt, wenn man ihnen erzählt, was alles mit diesen Daten möglich ist. Dass wir mit unseren Daten für diese Bequemlichkeit bezahlen, dass diese Daten ausgenutzt werden, um uns zu manipulieren und dass diese Daten auch für illegale Zwecke genutzt werden können, weiß man eigentlich nicht erst, seit die ersten Überwachungskamerasystem geknackt wurden, die ersten elektronischen Schlüsselsysteme gehackt wurden oder die so bequemen neuen Online-Banking-Apps ausgehebelt wurden oder seitdem bekannt ist, wie google uns gefilterte Daten unterjubelt. Was lernt die Gesellschaft daraus? Nichts ... Viele nehmen es nicht einmal zur Kenntnis.

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich verdamme nicht den Fortschritt in Bausch und Bogen, ich plädiere aber für einen deutlich datensparsameren Umgang mit meinen persönlichen Daten - und für einen kritischen persönlichen Umgang mit den eigenen Daten. Ich muss auf dem Handy nicht jeder Taschenlampen-App den Zugriff auf meine Fotos erlauben, ich muss von unterwegs nicht mit einer Banking-App Geld überweisen, ich kann meine Tür auch mit einem herkömmlichen Schlüssel aufschließen und es geht meinen Versorger einen Sch... an, wann ich welche Verbraucher in meinem Haus betreibe.
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon Winni » Di 30. Mai 2017, 15:49

@welfenstrom, ich gehe sich nicht leichtfertig mit meinen Daten um, wie schon mal geschrieben. Fakt ist aber auch, dass das hacken von solchen Informationen sicher nicht einfach ist, für normale Kriminelle wahrscheinlich unmöglich. Ich hab jetzt mal gesucht und das hier beim Bayernwerk gefunden:

"Die neuen intelligenten Messsysteme können im Gegensatz dazu kommunizieren und die erhobenen Messdaten über sichere Datenverbindungen an den Energielieferanten und den Stromnetzbetreiber versenden."

Ich bin auch kein großer Internetspezialist, aber dass eine verschlüsselte Verbindung nicht einfach zu knacken ist, glaub ich schon, sonst könnte man z.B. Online-Banking komplett vergessen. Das würde z.B. bedeuten, dass Kriminelle sich in die Verbindung zur Bank einschalten könnten und so alle Kontodaten ausspähen könnten. Man kann Bankkunden auf fingierte Webseiten locken und so Passwörter und Tans "erbeuten" aber bei einer ordentlich zustand gekommenen Verbindung kann man die Daten nicht mitlesen, weil sie eben verschlüsselt sind und die heute üblichen Verschlüsselungen sind schon sehr stark, sonst würden sich ja auch z.B. die Polizei oder andere Ermittlungsbehörden nicht so schwer tun verschlüsselte Festplatten oder Smartphones von Kriminellen zu entschlüsseln.Da gibt es ja einige Beispiele aus jüngster Zeit.

Was nicht ausgeschlossen werden kann ist, dass die Daten beim Energielieferanten missbraucht werden könnten. Da ist dann aber der Gesetzgeber gefordert, das ist dann eine Straftat und gehört ebenso verfolgt und bestraft, wie Diebstahl oder Betrug.

Aber ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass ich dich oder andere von irgendwas überzeugen will. Jeder muss selbst wissen womit er gut schlafen kann. Ich hab eben nur meine Sicht der Dinge aufgezeigt.

Wünsche noch einen schönen Nachmittag :sun:

PS und total ot: Wer sich über nutzungsbasierter Online Werbung ärgert, kann da mit diesem Link einiges ausschalten:
http://www.youronlinechoices.com/de/praferenzmanagement/
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Re: Änderung des Messstellenbetriebsgesetzes

Beitragvon welfenstrom » Di 30. Mai 2017, 16:10

Danke für den link.

Ich will auch nicht missionieren und ich bin auch nicht im Besitz der alleinigen Wahrheit. Deshalb belasse ich es mal damit ohne eine erneute Erwiderung. Vieles ist eben der jeweils persönlichen Interpretation vorbehalten.

Ich würde mir deshalb aber wünschen, dass man so etwas wie die digitalen Zähler nicht zwangsweise einführt sondern es dem jeweiligen Hausbesitzer überlässt, ob er das will oder nicht.
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